New York Liberty zurück an der Spitze der WNBA
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New York Liberty zurück an der Spitze der WNBA

Die New York Liberty haben sich zurückgekämpft. Nach einem desaströsen Start mit drei Heimniederlagen in Folge, der sie in der dritten Woche bis auf Platz neun abstürzen ließ, haben die Originalfranchise der WNBA nun wieder den ersten Platz in den ESPN Power Rankings erobert. Eine sieben-Spiele-Serie ohne Niederlage brachte die Liberty zurück an die Spitze, während Las Vegas und Minnesota zuletzt patzen.

Die Wendung kam Ende Mai, als sich das Team endlich wieder zusammensetzen konnte. Am 27. Mai gegen Phoenix kehrte Forward Leonie Fiebich nach ihrer Zeit im Ausland zu ihrem WNBA-Debüt zurück. Gleichzeitig spielte Guard Betnijah Laney-Hamilton wieder nach drei Spielen Abwesenheit. Die Kombinationswirkung war unmittelbar. Die Liberty legten einen 23:0-Lauf im dritten Viertel hin und gewannen 84:74. Es war der Startpunkt einer Aufholjagd, die zeigt, wie wichtig Vollständigkeit für die Titelverteidiger ist.

Der Weg zu einer vollständigen Rotation war langwierig. Forward Satou Sabally fehlte wegen einer Zyste und Erkrankung, Guard Sabrina Ionescu wegen Knöchel- und Rückenverletzungen. Ionescu spielte lange überhaupt nicht, dann nur einzelne Partien. Erst am Sonntag gegen Washington kam sie zu ihrem zweiten Einsatz der Saison. 26 Minuten, fünf Punkte, drei Rebounds, drei Assists. Nicht die Zahlen eines Stars, aber für die Liberty zählte die Präsenz: Guter Ballhandling, Spielweise, kluge Entscheidungen.

Chris DeMarco, der Trainer, bestätigte diese Beobachtung nach dem 86:64-Sieg über die Mystics. "Man merkt einfach ihre Präsenz auf dem Platz", sagte er über Ionescu. "Wirklich gute Entscheidungsfindung, sie hielt den Ball in Bewegung, attackierte wenn nötig und schuf Chancen für andere."

Breanna Stewart war gegen Washington die Führungskraft, die die Liberty voranbrachte. 14 Punkte, 12 Rebounds, sieben Blocks – eine Karriere-Bestmarke bei den Blocks. Jonquel Jones, die Center, betonte danach: "Wir haben noch viele Bereiche, in denen wir wachsen können. Aber ich denke, wir machen einen wirklich guten Job, uns einfach auf den nächsten Gegner zu konzentrieren." Stewart sah es ähnlich, sprach aber von einem Neustart. "Jetzt fühlen wir uns ein bisschen kompletter als Team", sagte sie. "Am Anfang der Saison haben wir versucht, durch einige Dinge zu arbeiten. Jetzt ist das wie unser Tag 1."

Die Liberty haben vor diesem Wochenende auch Atlanta geschlagen, 104:90, mit Stewart, die 19 Punkte, 11 Rebounds und fünf Assists auflegte. Jones war auch da präsent: 16 Punkte, 10 Rebounds, fünf Assists. Die Titelverteidiger haben nun bereits ihre dritte Teilnahme am Commissioner's Cup final erreicht, das am 30. Juni stattfindet.

Für deutsche Basketball-Fans ist der Werdegang der Liberty interessant, weil er zeigt, wie stark der europäische Spielertransfer in der WNBA läuft. Leonie Fiebich bringt Spielweise aus dem europäischen Basketball mit, ihre Rückkehr verstärkte das Team sichtbar. Die New York Liberty sind nach dem Meistertitel 2024 nicht einfach so Favorit geblieben, sondern mussten sich neu sammeln und beweisen – ein Prozess, der gerade Fahrt aufnimmt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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