Austin Reaves bleibt bei den Los Angeles Lakers. Der Guard wird einen Vier-Jahres-Vertrag über 185 Millionen Dollar unterzeichnen, wie ESPN berichtet. Im letzten Jahr der Vereinbarung (2029-30) hat Reaves eine Player Option, kann also selbst entscheiden, ob er geht oder bleibt. Um diese maximale Ausschüttung zu ermöglichen, verzichtete Reaves auf seine ursprüngliche Player Option über 14,9 Millionen Dollar für die kommende Saison.
Die Verhandlungen zwischen den Lakers und Reaves' Agenten Aaron Reilly und Reggie Berry vom AMR Agency liefen über zehn Tage, nachdem die NBA-Teams Anfang Juli ihre eigenen Free Agents kontaktieren durften. Dieser Vertrag ist ein historischer Moment: Kein Spieler, der nicht im Draft ausgewählt wurde, hat je ein größeres Vertrag-Paket in der NBA-Geschichte bekommen. Reaves war 2022 als Undrafted Free Agent zu den Lakers gestoßen und hat sich seitdem zum zuverlässigen Bestandteil des Teams entwickelt.
In der abgelaufenen Saison erzielte Reaves im Schnitt 23,3 Punkte bei einer Feldwurfquote von 49 Prozent und 36 Prozent von der Drei-Punkte-Linie. Dazu kamen 5,5 Assists, 4,7 Rebounds und 1,1 Steals pro Partie. Allerdings war es eine von Verletzungen geprägte Spielzeit: Eine Wadenverletzung und Probleme im Bereich der schrägen Bauchmuskulatur sorgten dafür, dass Reaves nur in 51 Spielen zum Einsatz kam, so wenig wie noch nie in seiner Lakers-Zeit.
Für deutsche Fans, die die Lakers verfolgen, ist Reaves einer der wenigen Bright Spots der vergangenen Saison gewesen. Mit seiner Effizienz vom Feld und seiner Fähigkeit, selbst zu kreieren, bildet er ein interessantes Tandem mit LeBron James. Die große Frage wird sein, wie gut er fit bleibt: Wenn er die 51-Spiele-Grenze überwinden kann und wieder regelmäßig auf dem Platz steht, hat LA endlich wieder eine echte Secondary Scoring Option neben seinen Stars. Das macht diesen Vertrag für die Lakers zum Gamble mit Chancen.