J.K. Dobbins ist zurück, und die Denver Broncos haben ihm genau das gesagt, was er hören wollte. Coach Sean Payton machte dem Running Back vor der Free Agency klar: Du bist unsere Nummer eins. Dobbins unterschrieb daraufhin einen zwei Jahre gültigen Vertrag über 20 Millionen Dollar und verspricht jetzt sein bestes Jahr seit langem. Der 27-Jährige redete nicht lange um den heißen Brei herum. Payton war sein Typ, der Coach kam zu ihm, holte ihn ab. Das war genug für Dobbins, der sich vorgenommen hat, Denvers Rushing Attack wieder auf Kurs zu bringen.
Die Statistik zeigt, warum Dobbins für Payton zur obersten Priorität wurde. Bevor Dobbins in Woche 10 eine Fußverletzung zuzog, war er fünfter in der gesamten NFL bei Rushing Yards mit 772 auf 153 Carries. Die Broncos selbst rangierten neunter in der Liga beim Laufspiel, waren tied for fifth bei Runs über zehn Yards und viertbeste bei Average Yards per Carry over Expected. Dann kam die Verletzung. In den sieben verbleibenden Spielen sanken die Broncos in diesen Kategorien auf Platz 23, 24 und 31 ab. Das ist nicht nur ein Zahlendrop, das ist ein freier Fall.
Obwohl Dobbins nur in zehn von 17 Spielen antreten konnte, endete er mit 232 mehr Rushing Yards als jeder andere Bronco und 5,0 Yards per Carry, siebent beste Rate unter allen Running Backs mit mindestens 140 Carries. Sein Einfluss auf das Laufspiel war derart dominant, dass die Offense ohne ihn zusammenbrach. Dobbins selbst sieht es klar. Wenn ich alle 17 Spiele gespielt hätte, würde keiner reden. Nicht besser zurückzukommen, für ihn ist das verlieren. Und verlieren mag er nicht.
Payton nennt Dobbins einen Compound Multiplier. Es geht nicht nur um die Yards. Der Coach lobt ihn als Energie-Spieler, als jemanden, den man im Locker Room eher hört als sieht. Dobbins glaubt selbst daran, dass er für die Team-Kultur entscheidend ist. Er kümmert sich um die jüngeren Backs. RJ Harvey ist sein Guy, und Rookie Jonah Coleman folgt seinen Ratschlägen. Coleman ergänzte prompt: Wir können eine Three-Headed Monster werden. Das ist nicht leeres Gerede, das ist echte Locker Room Chemie.
Was Dobbins wirklich antreibt, zeigt sich, wenn man auf das Saisonende zu sprechen kommt. Hätten die Broncos die Playoffs überstanden, wäre Dobbins hundred percent sicher zum Super Bowl gegangen. Das ist die Art von Selbstvertrauen, die ansteckend wirkt. Ein Running Back, der sich selbst traut, einen Super Bowl zu gewinnen, und ein Coach, der diesen Glauben teilt.
Für deutsche NFL-Fans ist Dobbins einer der interessanteren Running Backs zu beobachten, weil sein Spiel so unkompliziert ist. Schnelle Cuts, gute Vision für den nächsten Yard, Empfänger im Fluss der Action. Die Broncos haben mit diesem Draft einen klaren Statement gesetzt: Sie bauen ihre Offense um stabilität auf der Running Back Position auf. In Fantasy Football sinkt sein Verletzungsrisiko nie ganz weg, aber seine Snap-Quote und die Commits der Broncos in diesem Offseason deuten darauf hin, dass Dobbins wieder zu den Top-Tier Backs aufsteigen kann, wenn er fit bleibt. Wer ihn in Drafts hat, sollte frühzeitig zugreifen.