Willis soll sich auf Football konzentrieren, nicht auf Führung
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Willis soll sich auf Football konzentrieren, nicht auf Führung

Die Miami Dolphins haben Malik Willis zu einem großen Ziel gemacht. Der Quarterback unterschrieb im Offseason einen Drei-Jahres-Vertrag über 67,5 Millionen Dollar, weil die Franchise an ihn als künftigen Franchise-QB glaubt. Doch Trainer Jeff Hafley hat klare Prioritäten gesetzt, während das Team seine Offense komplett umgestellt hat und neue Systeme installiert.

Hafley sagte deutlich, woran Willis sich in dieser Phase konzentrieren soll: "Mein Fokus für ihn ist jetzt, das System zu lernen, die Spieler kennenzulernen und nicht zu viel bei diesem Leadership-Ding zu übertreiben. Das ist mein Job und der Job der Coaches, damit er sich darauf konzentrieren kann, der beste Quarterback, der beste Spieler und der beste Teammate zu werden." Die Dolphins starten mit ihrer Phase 3 des Offseason-Programms, in der neue Schemes und fundamentale Techniken unter dem neuen Staff aufgebaut werden.

Willis kam als ESPN's Top-Rated Free Agent zu Miami, obwohl er für die Green Bay Packers in den letzten zwei Saisons nur drei Spiele startete. Seine Auftritte in Woche 16 und 17 der letzten Saison waren aber beeindruckend. Gegen die Chicago Bears spielte er 9 von 11 Pässe komplett, 121 Yards und ein Touchdown, dazu 44 Rushing Yards. Eine Woche später gegen Baltimore: 18 von 21 Pässe für 288 Yards und ein Touchdown, 60 Rushing Yards und zwei weitere Touchdowns. Das war zwar eine kleine Statistik-Stichprobe, zeigte aber deutlich sein Wachstum seit seiner schwachen Rookie-Saison 2022 bei Tennessee, wo er nur 50,8 Prozent Completion Rate hatte.

Offensive Coordinator Bobby Slowik lobte Willis über Personalien hinaus: "Das ist ein wirklich talentierter Kerl. Kann den Ball überallhin werfen, kann mit den Beinen laufen, offensichtlich. Aber was ich am meisten genossen habe, ist, ihn kennenzulernen. Der Mensch ist wirklich lustig zu sein. Er ist sehr energisch, er steckt alle an mit viel Energie, und es macht Spaß, ihn zu coachen." Die Gespräche drehen sich derzeit um Fundamentals, nicht um komplexe Scheme-Details.

Willis selbst nennt seine Zeit in Miami "a blessing" und sagt, dass es um Vertrauensaufbau geht. Vertrauen muss sich verdienen. Er hat sogar seine Offensive Line zum Dinner eingeladen, eine teure Rechnung für einen QB, der mit großen Linemen wie einem 6-Fuß-7 und 330-Pfund schweren Left Tackle zusammenarbeitet. Auch er bekräftigte gegenüber Hafley, dass Leadership mit der Zeit kommen wird.

Ballports-Take: Willis bekommt bei Miami genau das, was er brauchte: ein klares System, einen etablierten Coach in Hafley und die Chance, ohne unmittelbaren Leadership-Druck zu wachsen. Für Fantasy-Football-Spieler in der DACH-Region könnte das interessant sein, falls Willis tatsächlich Stabilität findet. Das kleine Sample aus Green Bay war vielversprechend genug, dass die Dolphins Millionen zahlten. Jetzt gilt es zu sehen, ob er unter Hafley und mit Bobby Slowik konsequent Fortschritte macht oder ob die Vergangenheit mit Tennessee zurückkommt.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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