Die große Phase der Free Agency liegt hinter den NFL-Teams. Der Draft ist vorbei. Aber überall in der Liga sitzen noch immer Spieler auf dem Markt, die einen neuen Arbeitgeber suchen. Sie werden nicht als Starter eingeplant, sondern sollen im Training Camp um Positionen kämpfen oder als Rotation für Verletzungen zur Verfügung stehen. Wer passt wohin?
Stefon Diggs, WR: Los Angeles Rams als beste Option
Diggs bei den Patriots zu sehen war bizarr. 85 Receptions in der abgelaufenen Saison, fast doppelt so viele wie der nächste beste Receiver der Patriots mit 46. Die Ravens könnten für ihn funktionieren, aber Los Angeles ist der bessere Fit. Dort würde er neben Puka Nacua und Davante Adams spielen, in einem System das ihn perfekt nutzt. Die Rams warfen 430 Pässe aus 11 Personnel, neunthäufigster Wert der Liga. Diggs ist ein natürlicher Separator, der innen und außen aufgestellt werden kann. Trainer Sean McVay braucht einen Kerl mit Toughness für die Mitte des Feldes auf In-Breaking Concepts. Matthew Stafford hätte wieder einen echten Waffen-Upgrade.
Kevin Zeitler, G: San Francisco 49ers als beste Option
Der Veteran bringt physische Präsenz auf der inneren Guard-Position mit. Er verdrängt Defensive Tackles mit Kraft, kann aber auch pullen auf Gap Schemes, was genau in Kyle Shanahaus System passt. Zeitlers Pass Block Win Rate lag bei 92.4 Prozent, Platz 37 von 65 Guards die sich qualifizierten. San Francisco brauchte einen Upgrade für die Interior O-Line, nachdem Spencer Burford zu den Raiders ging. Zeitler wäre die sofortige Lösung.
Joey Bosa, Edge: San Francisco 49ers als beste Option
Bosa hat die Verletzungssorgen der vergangenen zwei Saisons beantwortet. In jeder spielte er mindestens 14 Spiele. Bei Buffalo schnappte er sich 36.3 Snaps pro Spiel, fünf Sacks, fünf Forced Fumbles, 42 Pressures. Seine Speed-to-Power Kombination sieht man noch immer auf dem Film. Er hält hohe Energie auch später im Down. Die 49ers hatten die schlechteste Pressure Rate der Liga 2025, 24.9 Prozent, und sammelten nur 20 Sacks insgesamt. Bosa würde Quality Depth bringen. Und Bonus: Sein Bruder Nick spielt da auch.
Deebo Samuel, WR: Indianapolis Colts als beste Option
Die Colts verpflichteten Nick Westbrook-Ikhine, aber Samuel bringt eine andere Skillset ins System von Trainer Shane Steichen. Complement zu Alec Pierce und Slot-Man Josh Downs. Steichen kann Samuel auf Crossern aufbauen, mit Manufactured Touches auf Screens und Fly Sweeps arbeiten. Samuel hatte 72 Receptions in Washington. Daniel Jones kriegt noch einen Catch-and-Run Target neben Tight End Tyler Warren. Beide, Samuel und Warren, rankten Top 15 in Yards After Catch letzte Saison.
AJ Epenesa, Edge: Green Bay Packers als beste Option
Die Packers verloren Rotational Edge Rusher Kingsley Enagbare an die Jets. Epenesa könnte der Ersatz sein. Er ist lang, kraftvoll, 6-Fuß-6, 260 Pound. Setzt den Edge solid. Disruptiv im Backfield.
Ballports-Take: Die Free Agent Klasse 2026 zeigt, wie wichtig der Tiering-Ansatz in der modernen NFL ist. Große Namen wie Diggs und Samuel landen nicht zwingend bei Big Spender Franchises, sondern da, wo sie systemisch funktionieren. Für DACH-Fans relevant: Diese späten Signings beeinflussen oft noch den Gameplans für Training Camp Battles. Wer schnell unterschreibt, hat Vorteil bei den Coaches. Samuel bei Indianapolis könnte für Daniel Jones Fantasy-Spieler interessant werden, wenn der Fit passt.