Cuban wirft Mavericks-Boss Ausgrenzung vor
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Cuban wirft Mavericks-Boss Ausgrenzung vor

Mark Cuban und die Dallas Mavericks befinden sich in einem erbitterten Streit um die Zukunft des NBA-Franchises. Der Milliardär, der die Mavericks 2023 an die Familien von Miriam Adelson und deren Schwiegersohn Patrick Dumont verkaufte, wirft dem neuen Mehrheiteigner vor, ihn systematisch von Geschäftsmöglichkeiten abzuschneiden. Konkret geht es um einen geplanten Umzug der Mavericks aus der Innenstadt von Dallas etwa 16 Kilometer weiter nördlich. Dort soll auf dem Gelände eines ehemaligen Einkaufszentrums eine neue Arena entstehen, die 2031 eröffnen soll. Die Mavericks haben dafür bereits eine Option auf etwa 104 Hektar Land unterzeichnet.

Cubans Hauptvorwurf lautet, dass Dumont "gegnerische Geschäftspraktiken" an den Tag legt. Nach Angaben der Dallas Morning News argumentiert Cuban in einer Beschwerde, dass seine Unternehmen vertraglich berechtigt sein sollten, an dem Umzug und dem damit verbundenen Projekt teilzunehmen. Schließlich besitzt er noch immer 27 Prozent der Mavericks. Allerdings gibt es einen Haken: Der Kaufvertrag enthält eine Klausel, die es den Adelson- und Dumont-Familien erlaubt, weitere 20 Prozent von Cubans Anteil zu erwerben.

Der Konflikt verschärfte sich auch durch personelle Entscheidungen auf der Seite der neuen Führung. Cuban hatte nach seinem Verkauf vereinbart, weiterhin die Basketball-Operationen zu leiten. Dumont gab diese Verantwortung jedoch dem damaligen General Manager Nico Harrison in voller Kontrolle. Cuban beschwert sich darüber, dass Harrison im Februar 2025 einen sensationellen Trade plante, bei dem Superstar Luka Doncic zu den Los Angeles Lakers hätte wechseln sollen. Cuban erfuhr von diesem Plan erst, als es zu spät war, ihn zu stoppen. Der Trade platzte und entwickelte sich zu einem Desaster für die Mavericks. Harrison wurde im November gefeuert, nachdem das Team in der Saison 2025-26 zu schwach angefangen hatte.

Der aktuelle Streit ist das jüngste Kapitel in einer Geschichte, die 45 Jahre Stabilität zu gefährden droht. Die Mavericks spielen seit ihrer Gründung 1980 als Expansionsteam in der Downtown Arena American Airlines Center. Das Mitverhältnis dort endet 2031, was den zeitlichen Druck für einen Umzug erklärt. Doch während Dumont das Franchise modernisieren und expandieren will, sieht Cuban seine Interessen und sein Vermächtnis bedroht. Ein Mavericks-Sprecher teilte der Associated Press mit, dass das Team sich nicht zu den Vorwürfen äußern werde.

Für NBA-Beobachter zeigt dieser Konflikt, wie schnell Besitzverhältnisse bei großen Sportfranchises zu Machtkämpfen führen können. Cuban war lange Zeit das öffentliche Gesicht der Mavericks, saß bei Spielen an der Seitenlinie und prägte den Klub durch seine Entscheidungen. Nun ist er Minderheitsgesellschafter in einem Unternehmen, in dem er die operative Kontrolle verloren hat. Der Streit um die neue Arena könnte sich über Jahre hinziehen und die Fähigkeit der Mavericks beeinträchtigen, Top-Spieler anzuziehen und zu halten. Mit Luka Doncic als Franchise-Player im Roster bleibt fraglich, ob ein lähmender Machtkampf in der Führungsetage dem Team sportlich schadet.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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