Mitchell Robinson wird die New York Knicks in den NBA Finals fehlen. Der Center der Knicks hat sich einen Bruch am rechten kleinen Finger zugezogen, wie ESPN-Insider Shams Charania am Donnerstag berichtete. Wann Robinson zurückkehren kann, ist derzeit unklar.
Die Verletzung trifft die Knicks in einem ungünstigen Moment. Gerade eben erst hatten sie die Cleveland Cavaliers mit 4:0 aus den Playoffs gefegt und sich damit erstmals seit 1999 für die Finals qualifiziert. Im entscheidenden vierten Spiel in Cleveland war Robinson noch 18 Minuten auf dem Platz, sammelte acht Punkte und zehn Rebounds. Die Finals gegen den Sieger der Western Conference Finals zwischen Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs starten am Mittwoch.
Robinson spielte in der regulären Saison durchschnittlich 5,7 Punkte, 8,8 Rebounds und 1,2 Blocks in knapp 20 Minuten pro Partie. Sein Einsatz in den Playoffs war dagegen limitierter: 5,3 Punkte, 5,5 Rebounds und 0,6 Blocks in gut 14 Minuten. Der sieben Fuß große Center agiert hauptsächlich von der Bank, wenn Karl-Anthony Towns zu viele Fouls sammelt. Robinsons großes Problem bleibt seine Quote an der Freiwurflinie. In dieser Saison traf er nur 13 seiner 43 Versuche, eine Quote von knapp 30 Prozent, die gegnerische Teams zu Fouls gegen ihn veranlasst.
Ballports-Take: Die Verletzung schwächt die Knicks-Bench erheblich. Robinson ist zwar nicht der Star des Teams, aber in den Finals könnte jede verfügbare große Hand im Paint wertvoll sein, besonders wenn Towns in Foulprobleme gerät. Der Knicks-Fanbase muss bewusst sein, dass sie ihren ersten Finals-Run seit Jahrzehnten ohne vollständigen Kader bestreiten. Ob Robinson rechtzeitig zurückkehrt, bleibt offen und könnte zum entscheidenden Faktor werden.