Jayden Daniels muss Commanders-Offense erst noch beherrschen
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Jayden Daniels muss Commanders-Offense erst noch beherrschen

Jayden Daniels sitzt in Ashburn, Virginia, und redet Klartext über seinen Neuanfang. Nach einer Saison voller Verletzungen, die ihn auf nur vier vollständige Spiele beschränkte, konzentriert sich der Quarterback der Washington Commanders jetzt auf sein neues System. Die Verletzungen waren brutal: eine Knieverletzung, eine Oberschenkelzerrung und eine dislozierte linke Ellbogenbeule. Das letzte Ding passierte in Woche 14 gegen Minnesota in einem 31:0-Debakel, und danach war die Saison für ihn gelaufen.

Dabei hatte Daniels 2024 gerade noch das Rookie des Jahres gewonnen. Er warf 3.568 Yards, 25 Touchdowns und neun Interceptions, lief für 891 Yards und sechs weitere Scores. Washington schaffte es mit ihm auf 12:5 und sogar bis zum NFC Championship Game, das erste Mal seit 1991. Dieses Jahr aber: 1.262 Passing Yards, acht Touchdowns, drei Interceptions. 278 Rushing Yards, zwei Scores. Ein drastischer Unterschied.

Nun kommt erschwerend hinzu, dass die Commanders das gesamte Offensivsystem gewechselt haben. David Blough wurde als neuer Offensive Coordinator verpflichtet, nachdem sich das Team von Kliff Kingsbury trennte. Das bedeutet für Daniels die zweite Offense in seinen ersten drei NFL-Saisons. Statt No-Huddle und viel Shotgun geht es jetzt mehr unter der Linie, also mehr Under-Center-Spielzüge. "Ich habe noch einen langen Weg vor mir", sagte Daniels selbst. Das ist ehrlich gesprochen, aber auch realistisch. Er kennt sich mittlerweile mit dem Footwork unter Center aus, sagte er, aber alles andere muss noch sitzen. "Es geht darum, die Terminology zu lernen, zu verstehen, warum wir diesen Play attackieren, was wir dabei erreichen wollen."

Coach Dan Quinn sieht aber bereits positive Zeichen. Ihm gefällt die Verarbeitungsgeschwindigkeit seines Quarterbacks im neuen System. Und wichtig: Quinn plant, Daniels auch anders einzusetzen als die ersten zwei Jahre, teilweise sogar außerhalb der Pocket. Das ist einer der großen Punkte der neuen Offense, mehr Varietät durch unterschiedliche Formationen und ein stärkeres Play-Action-Spiel. "Das eröffnet viel mehr Möglichkeiten", so Daniels. Mit Laremy Tunsil hat er auch einen Left Tackle an seiner Seite, der an ihm glaubt. Tunsil nannte ihn einen "Dawg" und machte klar: Die Nummer 5 wird es schaffen.

aber Daniels ließ auch keinen Zweifel: 2025 ist vorbei für ihn. Er redet nicht mehr darüber. "Letztes Jahr ist letztes Jahr. Ich bewege mich zur neuen Saison und was auch immer passiert ist, es hilft mir jetzt nicht weiter." Das ist die mentale Einstellung, die ein Spieler braucht, um zurückzukommen.

Für deutsche Fans, die Daniels seit seinem sensationellen Rookie-Jahr verfolgen, ist diese Saison ein Wendepunkt. Nach einem der besten Neuanfänge in der NFL-Geschichte muss er beweisen, dass das kein One-Hit-Wonder war. Ein neues System, neue Verletzungen zu überwinden, ein neuer Offensive Coordinator: Für Fantasy Football wird Daniels eine hochriskante Pick sein, zumindest in der Preseason. Sein ADP wird niedrig sein, weil die Unsicherheit groß ist. Aber wenn Quinn recht hat mit seiner Einschätzung und Daniels das System schneller als erwartet internalisiert, könnte hier ein echtes Sleeper-Szenario entstehen. Die nächsten vier Wochen Training Camp sind entscheidend.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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