NBA Free Agency startet: Heat, Celtics und die großen Trades
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NBA Free Agency startet: Heat, Celtics und die großen Trades

Die NBA-Free-Agency-Saison öffnet am Dienstagabend ihre Türen, doch längst beherrschen Handelsgerüchte die Agenda. Der Anfang ist bereits gemacht: Die Miami Heat schlugen zu und holten Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks. Diese Bewegung reißt andere Teams mit, allen voran die Boston Celtics, die in ihrer gescheiterten Jagd nach Antetokounmpo ihren Star Jaylen Brown ins Schaufenster stellten.

Brown ist nicht einfach ein Name im Spiel. Der Flügelspieler verdient noch drei Jahre lang 183 Millionen Dollar aus seiner 2023 unterzeichneten Supermax-Extension. Der 26-Jährige hat zudem das Recht, sich am 26. Juli um weitere zwei Jahre und 142 Millionen Dollar zu verlängern. Doch diese Zahlen mögen täuschen über die Realität hinweg. Aus Sicht einiger NBA-Teams ist Brown längst nicht der Superstar, als den die Celtics ihn behandeln. Ein Analytics-Mitarbeiter eines konkurrierenden Franchise sagte gegenüber ESPN-Insider Bobby Marks unverblümt: Brown werde als der siebentbeste Spieler eines Teams bewertet.

Wie verzweifelt sind die Celtics wirklich? Nach der überraschenden Play-off-Niederlage gegen Philadelphia in der ersten Runde musste sich Präsident Brad Stevens öffentlich Fragen stellen. Die Celtics hatten gegen die Top-Teams versagt, und etwas war schmerzlich klar: Die fehlende Präsenz im Farbbereich. Stevens sagte deutlich: "Wir müssen herausfinden, wie wir mehr Einfluss am Korb haben, und ich denke, wir müssen unser Team dafür erweitern." Brown wurde zum Symbol dieser Unzulänglichkeit, zum potenziellen Handelsgegenstand.

Die Celtics haben sich in eine unkomfortable Position manövriert. Option eins: Brown zu einem anderen Team handeln, doch bisher kam nichts Substanzielles zurück. Option zwei: Ihm eine Extension anbieten und hoffen, dass das Geld alle Wunden heilt. Option drei: Ihn zurück ins Team bringen, ohne ihn zu verlängern, und den Spieler im Schwebezustand halten. Einer der drei Wege wird gegangen werden müssen, doch Beobachter glauben: Eine Extension wird in naher Zukunft kaum zustande kommen.

Wo könnte Brown landen, wenn es ernst wird? Die heißesten Gespräche finden im Westen statt. Die LA Clippers, die Portland Trail Blazers und die Denver Nuggets haben Interesse signalisiert. Die Clippers zeigen dabei besonders viel Appetit. Ein Executive sagte ESPN: "Die Clippers wollen Brown unbedingt." Ramona Shelburne, Insiderin des Netzwerks, deutet an, dass es länger dauern wird, bis sich die Situation löst. Brown selbst hat sich nur indirekt zu den Debatten geäußert, tauschte sich mit ESPN-Moderator Stephen A. Smith über lange schwelende Probleme aus.

Für deutsche Fans, die die NBA verfolgen, gibt es einige Punkte zu beobachten. Erstens: Brown ist ein Spieler in Topform und würde jedem Team sofort helfen, weshalb diese niedrige Bewertung mancher Teams überrascht. Zweitens zeigt sich hier, wie schnell die Realität eines Athleten sich verschiebt, wenn Erfolg ausbleibt. Die Celtics hatten Brown als Superstar aufgebaut, doch zwei Play-off-Enttäuschungen ändern die Wahrnehmung grundlegend. Wer Brown monitort, sollte auf Bewegungen im Westen achten, besonders auf die Clippers. Falls ein Trade zustande kommt, wird es ein Spieler sein, der für sein neues Team alles gibt, um das schiefe Image geradezurücken.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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