Rui Hachimura wird die nächsten zwei Jahre für die LA Clippers spielen. Der japanische Forward unterzeichnet einen Vertrag über 28 Millionen Dollar und bleibt damit in seiner gewünschten Stadt Los Angeles. Sein Agent Darren Matsubara von THE•TEAM handelte die Einigung früh in der Free-Agency-Phase aus.
Eigentlich versuchten die Lakers und Clippers, eine Sign-and-Trade zu arrangieren. Die Lakers wollten aber Draft-Picks als Ausgleich, während die Clippers nur minimale Barausgaben anboten. Das Geschäft zerschlug sich, und Hachimura entschied sich stattdessen für den direkten Weg zu den Clippers. Zuvor hatte der 28-Jährige lukrative Angebote von den Golden State Warriors, den Minnesota Timberwolves, den Brooklyn Nets und den San Antonio Spurs abgelehnt. Für ihn war nur eines relevant: in Los Angeles bleiben.
Hachimuras Saison war beeindruckend. In der Regular Season erzielte er durchschnittlich 11,5 Punkte bei 51,4 Prozent aus dem Feld und 44,3 Prozent von der Dreier-Linie. In den Playoffs aber wurde er zur Waffe. Der Forward legte 17,5 Punkte bei 54,9 Prozent Feldquote und 56,9 Prozent Dreierquote auf. Das war die beste Quote aller Spieler in den 2026-Playoffs, die mindestens fünf Würfe pro Spiel versuchten.
Der 2,03 Meter große Forward kam 2022 von den Lakers, die ihn für Kendrick Nunn und vier Second-Round-Picks holten. Seitdem ist er Teil des Kerns der Mannschaft und eine wichtige Figur im Teamgefüge. Mit dem Hachimura-Deal behalten sich die Clippers auch die Flexibilität, den Restricted Free Agent Peyton Watson zu verpflichten.
Für Basketball-Fans im deutschsprachigen Raum ist Hachimura einer der wenigen regelmäßig sichtbaren japanischen NBA-Spieler. Seine Entscheidung, bei den Clippers zu bleiben, zeigt ein anderes Bild vom modernen Free Agency: Manchmal gewinnt nicht das größte Geld, sondern der richtige Ort. Die Clippers erhalten einen effizienten Scorer in ihrem Wing-Rotation, der in Crunch-Time-Situationen zeigt, worum es geht. Wer die Clippers in dieser Saison verfolgt, sollte auf Hachimuras Playoff-Form achten – das war kein Ausreißer, sondern ein Statement.