Die Starter für das All-Star-Game 2026 stehen bereits fest. Jetzt wählen die Head Coaches der WNBA die zwölf Ersatzspieler aus. Das Spiel findet am 25. Juli um 20 Uhr ET in Chicagos United Center statt, übertragen auf ABC. Die Coaches müssen dabei drei Guards, fünf Frontcourt-Spieler und vier Spieler flexibler Position auswählen, dürfen aber nicht für ihre eigenen Teamkollegen stimmen. Besonderheit in diesem Jahr: Die WNBA feiert ihr 30-jähriges Jubiläum, und zwei Legenden der Liga, Cynthia Cooper und Teresa Weatherspoon, werden als ehrbare General Manager fungieren und ihre Rosters aus dem Pool der 22 All-Stars zusammenstellen.
Bei den Frontcourt-Kandidaten führt Kiki Iriafen von den Washington Mystics die Liste an. Die No. 4 Pick aus dem Draft 2025 hat in der letzten Woche ein Career-High von 27 Punkten erreicht und schießt beeindruckende 52,5 Prozent aus dem Feld. Ihre Mittelwerte von 15,5 Punkten und 9,3 Rebounds pro Spiel sind neue persönliche Höchstmarken. Sie war bereits als Rookie All-Star, und nur vier Spieler der Liga sammeln mehr Rebounds ein.
Jonquel Jones von den New York Liberty hat ein starkes Comeback eingeleitet, nachdem sie 2025 eine All-Star-Nominierung verpasste. Die Verletzung vom Vorjahr ist überwunden. Jetzt liefert Jones 15,1 Punkte, 9,0 Rebounds und 2,8 Assists pro Spiel mit bemerkenswerten Quoten: 50,3 Prozent aus dem Feld, 40,9 Prozent von der Dreierlinie und 80,5 Prozent von der Freiwurflinie. Sie ist nah dran an einem 50-40-90-Saison und war zentraler Teil des Commissioner's Cup-Champions-Teams.
Nneka Ogwumike kehrt nach ihrer Verletzungspause zurück zu den Los Angeles Sparks. In ihrem ersten Jahr seit 2023 bei den Sparks ist die zehnfache All-Star ihre stärkste Kraft im Rebound-Spiel mit 8,5 Rebounds pro Partie. Da Kelsey Plum noch immer verletzungsbedingt ausfällt, trägt Ogwumike mit 16,2 Punkten pro Spiel einen Großteil der offensiven Last.
Angel Reese von den Atlanta Dream führt die gesamte Liga mit 11,8 Rebounds pro Spiel an. In ihrer ersten Saison bei den Dream hat die zweifache All-Star ihre Ballproduktion leicht gesteigert. Ein Wiedersehen mit Chicago würde für Reese ein voller Kreis sein: Ihr erstes All-Star-Wochenende 2024 war auch in Chicago, wo ein Clip von ihr und ihrer Teamkollegin Allisha Gray am Scorer's Table viral ging und den Beginn ihrer Freundschaft markierte.
Alyssa Thomas von den Phoenix Mercury führt die Liga mit 8,4 Assists pro Spiel an. Die Veteranin ist ein regelmäßiger All-Star in den vergangenen Jahren und dürfte trotz der bisherigen Saison der Mercury auch dieses Jahr berücksichtigt werden.
Für deutsche Fans ist das WNBA All-Star-Wochenende vor allem eines: ein Blick auf das höchste Level des Frauenbasketballs. Reese, Iriafen und Thomas zeigen, auf welche Athletik und Konstanz man hinarbeiten muss, um regelmäßig die Elite der Liga zu repräsentieren. Wer die German Nationals oder Nachwuchsspielerinnen mit Ambitionen in Richtung USA verfolgt, sieht hier den Standard, den sie erreichen müssen.