Boston schockt die Liga: Jaylen Brown zu Philadelphia
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Boston schockt die Liga: Jaylen Brown zu Philadelphia

Die NBA war sprachlos. Nicht seit Luka Doncic Anfang Februar 2025 überraschend zu den Lakers tradiert wurde, hat eine einzelne Transaktion die Liga so erschüttert. Diesmal traf es Jaylen Brown, den Finals MVP von vor zwei Jahren, der gerade seine beste Saison spielte und dabei immer noch in der MVP-Abstimmung landete.

Brown war Wochen lang auf dem Markt. Das war kein Geheimnis. Aber dass die Boston Celtics ihren Star-Forward ausgerechnet an Rivale Philadelphia abgeben würden, für diesen Return? Das sorgte für ungläubige Blicke in allen NBA-Büros. Ein General Manager fasste es so zusammen: Der Typ wurde für weniger gehandelt als Walker Kessler. Zum Vergleich: Utah erhielt für Luka Doncic zwei ungeschützte First-Round-Picks und zwei Swaps, ohne einen einzigen Vertrag zurücknehmen zu müssen. Boston bekam für Brown einen ungeschützten First-Rounder, einen weiteren Pick oder Swap je nach Landing Spot, und zwei Second-Rounder. Dazu kamen die Sixers los, Paul George abzugeben, den 36-Jährigen mit zwei Jahren und 110,7 Millionen Dollar verbleibender Gehalt, einer der schlechtesten Kontrakte der Liga.

Brown hatte gerade sein bestes Jahr hinter sich: 28,7 Punkte pro Spiel, Karrierebestwerte bei 6,9 Rebounds und 5,1 Assists. Er war einer von vier Spielern der Liga, der mindestens 25 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists durchschnittlich erzielte. Neben ihm nur Doncic, Giannis Antetokounmpo und Nikola Jokic. Und anders als diese beiden ist Brown auch ein guter Defender, der regelmäßig gegen die Top-Scorer der gegnerischen Teams spielt. Die Celtics hatten mit Brown als Nummer-eins-Option 56 Siege eingefahren, obwohl Jayson Tatum fast die ganze Saison fehlte. Brown hatte mehr Erfolg in Boston als jeder andere Spieler in den letzten zehn Jahren. Er hatte auf Social Media ausdrücklich darauf hingewiesen.

Trotzdem fragten sich überall GMs: Warum die Eile? Warum für diesen Return? Boston-Chef Brad Stevens wurde gerade zweimal in drei Jahren zum Executive of the Year gewählt. Die Advanced Analytics allerdings erzählen eine andere Geschichte. Laut Insisdern ist die Lücke zwischen Browns öffentlicher Wahrnehmung und dem, was die Zahlenleute in den NBA-Büros sehen, wohl die größte in der ganzen Liga.

Für deutsche Fans, die auf Boston oder Philadelphia setzen, ändert sich das Kräfteverhältnis massiv. Die Celtics werden schwächer, die Sixers stärker, wenn Browns Vertrag auch in die letzten Jahre geht. In der Fantasy Season könnte Brown in Philadelphia neue Chancen bekommen, aber auch neuer Druck. Was Stevens mit diesem Trade plant, wird sich zeigen. Klar ist: Die Reaktion der Liga war einhellig skeptisch, und das ist nicht oft der Fall.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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