Warriors müssen sich Quinten Posts Angebot der Grizzlies stellen
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Warriors müssen sich Quinten Posts Angebot der Grizzlies stellen

Die Memphis Grizzlies haben Quinten Post ein Angebot unterbreitet, das die Golden State Warriors in Bedrängnis bringt. Der Center unterschreibt eine dreijährige Offerte über 30 Millionen Dollar, sofern Golden State nicht bis Dienstagabend 23:59 Uhr ET gegenhält. Danach wechselt der Restricted Free Agent zu Memphis.

Post wurde von den Warriors 2024 an Position 52 gezogen und hatte sich schnell in die Rotation gekämpft. In seiner Rookie-Saison spielte der Center in 42 Spielen und machte 73 Dreier bei einer Quote von knapp 41 Prozent. Damit adressierte er ein echtes Problem der Warriors: Floor-Spacing am Center-Position ist im modernen Basketball kostbar. In der abgelaufenen Saison sank seine Quote auf 33,6 Prozent, doch immer noch versenkte Post 4,1 Dreier pro Spiel bei nur 17,3 Minuten Einsatzzeit. Das Volumen allein ist für einen Center wertvoll.

Post hat aber nicht nur offensiv zugelegt. Auch defensiv machte der 23-Jährige Fortschritte und beeindruckte in Analytik-Modellen so sehr, dass die Grizzlies ihn aus dem Golden-State-Universum herauslocken wollen. Agents George Roussakis und Mark Bartelstein von Priority Sports sorgten am Montagmorgen für die Offerte.

Doch die Warriors sind in einer schwierigen Position. Das Team sitzt 38,5 Millionen Dollar unter der zweiten Steuer-Grenze (Second Apron), ist dort aber bereits hard-gecapped wegen ihrer Free-Agent-Vereinbarung mit De'Anthony Melton. Das bedeutet: Finanzielle Manöver sind eingeschränkt. Parallel verfolgen die Warriors noch immer LeBron James als unrestricted Free Agent und müssen Draymond Green zurückholen, der ebenfalls ausstehend ist.

Im Frontcourt haben die Warriors zudem Al Horford und Kristaps Porzingis neu geholt und diese Veteranen in Multi-Jahr-Deals resigning. Das Signal war deutlich: Post rückt nach hinten in der Depth Chart. Ein Indiz, dass die Warriors möglicherweise bereits damit rechnen, ihn zu verlieren.

Das Post-Angebot ist historisch: Es ist das erste Offer Sheet über fünf Millionen Dollar pro Saison seit Matisse Thybulle 2023 bei den Dallas Mavericks. Damals matchten die Portland Trail Blazers und signierten Thybulle zu vier Jahren und 33,1 Millionen Dollar. Wenn die Warriors nicht matchen, wäre es das erste Mal seit 2020, dass ein Team einen Spieler durch ein Offer Sheet verliert. Damals unterschrieb Bogdan Bogdanovic vier Jahre und 72 Millionen Dollar bei den Atlanta Hawks, die Sacramento Kings wählten nicht zu matchen.

Für deutsche Basketball-Fans ist Post noch ein Name ohne großen Wiedererkennungswert, doch sein Fall zeigt ein zentrales Phänomen der modernen NBA: Centers, die von außen treffen, werden immer teurer und rarer. Die Warriors müssen nun kalkulieren, ob die 30 Millionen über drei Jahre ein Investment in ihre Zukunft darstellt oder ob sie diese Ressource lieber für andere Prioritäten nutzen. Mit James und Green noch auf dem Tisch könnte Post tatsächlich die Zeche zahlen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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