Tre Tucker wird zum Anker in Raiders-WR-Room
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Tre Tucker wird zum Anker in Raiders-WR-Room

Tre Tucker hat sich in seinen ersten vier Jahren bei den Las Vegas Raiders an eines gewöhnt: Veränderung. Seit seinem Draft 2023 in der dritten Runde erlebte der 25-jährige Wide Receiver vier verschiedene Head Coaches, sieben Offensive Coordinators und fing Pässe von sieben verschiedenen Starting Quarterbacks. Eine solch turbulente Karriere könnte einen Spieler demoralisieren. Tucker macht daraus Lektionen. "Natürlich ist es nicht ideal, wenn du ständig Coordinators wechselst, weil du nicht im gleichen System spielen kannst," sagte Tucker. "Aber ich schaue auf die positiven Aspekte. Ich konnte verschiedene Schemen lernen, unterschiedliche Terminologie verstehen. Am Ende ruft jedes Team die gleichen Plays auf, nur unter anderen Namen. Das hilft mir jetzt, weil ich bereits die Coaching Points kenne."

In seiner vierten Saison bekommt Tucker eine neue Rolle verpasst: Er soll Anführer werden. Als dienstältester Wide Receiver im vergleichsweise jungen Raiders-WR-Room wird von ihm erwartet, dass er weniger erfahrene Receiver unter seine Fittiche nimmt. Das ist die gleiche Aufgabe, die früher Davante Adams und Jakobi Meyers erfüllten. "Ich hatte großes Glück, schon als Rookie großartige Jungs im Room zu haben," erinnert sich Tucker. "Das will ich jetzt zurückgeben. Mein Fokus liegt darauf, wie ich die anderen besser machen kann."

Head Coach Klint Kubiak beschreibt Tucker als "quiet leader", als stillen Anführer. Der 5-foot-8 große Wide Receiver mag nicht der lauteste im Room sein, doch sein Einsatz und seine Spielweise verkörpern exakt die Kultur, die Kubiak unter seinem neuen Regime etablieren möchte. "Es gibt bereits eine Kultur von hart arbeitenden Spielern in unserem Gebäude. Tre ist ein perfektes Beispiel dafür," sagte Kubiak.

Dabei hat Tucker diese Führungsrolle nicht gesucht. Sie fiel ihm zu, weil die Raiders ansonsten über wenig etablierte Receiver verfügen. Dont'e Thornton Jr. und Jack Bech gehen in ihre zweite Saison. Jalen Nailor kam neu von den Minnesota Vikings, hat aber erst ein Jahr NFL-Erfahrung mehr als Tucker. Sechster-Runden-Pick Malik Benson ist Rookie und wird noch mit seinen Anfängerproblemen kämpfen.

In der vergangenen Saison zeigte Tucker, worauf sich die Raiders verlassen können. Mit Geno Smith als Quarterback fing er career-best 57 Pässe für 696 Yards und fünf Touchdowns. Die ersten sieben Spiele waren besonders stark: 29 Receptions für 389 Yards und vier Touchdowns. In den finalen zehn Spielen, als die Raiders-Offense massiv Probleme bekam, sanken die Zahlen deutlich auf 28 Catches für 307 Yards und einen Touchdown. Doch auch wenn die Gesamtbilanz schwächer wurde, blieb Tuckers Fähigkeit, von Defensive Backs zu separaten, konstant. Bei 54,3% seiner Targets schaffte er über drei Yards Separation.

"Er muss ein Playmaker für uns sein, und das ist er. Jetzt wollen wir sehen, was noch mehr in ihm steckt," sagte Kubiak. Tucker selbst zeigt sich optimistisch, dass Kubiaks Scheme seine Vielseitigkeit besser nutzen wird. Die neue Offense fordert von Wide Receivern, dass sie flexibel einsetzbar sind: als X, Z oder Slot Receiver. Das unterscheidet sich deutlich von der vorigen Saison unter Chip Kelly.

Ballports-Take: Tucker verkörpert einen Typus, den deutsche Football-Fans verstehen sollten: der Spieler, der sich nicht bei der ersten Enttäuschung aufgibt, sondern aus Chaos lernt. Für Fantasy-Football-Spieler könnte er 2025 wieder interessant werden, wenn das neue System mit Kubiak seine Targets erhöht und die Offense stabiler läuft als 2024. Das Raiders-WR-Room entwickelt sich gerade, und Tucker als etablierte Konstante mit echtem Track Record bei Geno Smith ist für Franchise und Fantasy-Manager relevant. Im Blick behalten.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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