San Francisco war am Montagabend Schauplatz einer einseitigen Partie in der WNBA. Die Golden State Valkyries dominierten die Connecticut Sun mit 97:70 und zeigten dabei ein ausgewogenes Offensivspiel über alle fünf Positionen hinweg.
Gabby Williams war die Topscorerin der Partie. Die Flügel-Spielerin traf 6 von 10 Versuchen und erzielte 15 Punkte, davon drei Dreier. Bereits in der ersten Hälfte bewies Williams Treffsicherheit und versenkte vier ihrer ersten sechs Würfe. Kaila Charles steuerte 12 Punkte und sieben Rebounds bei. Veronica Burton kam auf 11 Punkte und sechs Assists, was die offensiven Optionen der Valkyries unterstreicht. Vom Bench aus trug Kayla Thornton acht Rebounds bei.
Golden State baute die Führung kontinuierlich aus und lag bereits zur Halbzeit mit 17 Punkten vorne. Die Sun kamen nie wirklich ins Spiel, wobei die schlechte Wurfquote das Kernproblem war. Hailey Van Lith, im ersten Jahr bei Connecticut, traf nur zwei von sieben Versuchen. Die Scorerin Saniya Rivers war besonders ineffektiv und verfehlte alle acht ihrer Würfe.
Bei den Gästen kam wenigstens Aneesah Morrow vom Bench mit 11 Punkten und 10 Rebounds zu Minuten. Sun-Center Olivia Nelson-Ododa kehrte nach einer viergamigen Verletzungspause zurück, wurde aber mit einer Minutenbeschränkung von 12 Minuten eingesetzt, nachdem sie eine Knöchelverletzung auskuriert hatte. Britney Griner spielte nicht, sie laboriert an einer Rippenprelllung und braucht nur noch einen Punkt um als 18. Spielerin in der WNBA-Geschichte die 6.000er-Marke zu knacken.
Für die Valkyries kam auch Erfreuliches hinzu: Cecilia Zandalasini feierte ihr Comeback nach vier Spielen Ausfallzeit durch eine Gehirnerschütterung und spielte knapp 14 Minuten. Ein weiterer Höhepunkt war das Debüt von Juste Jocyte, die fünfte Overall-Pick im letzten Draft und erste Draft-Pick der Franchise überhaupt. Die Rookin kam mit 4:48 verbleibender Spielzeit aufs Feld und erzielte sofort mit einem Pull-Up Jumper und einem Dreier ihre ersten WNBA-Punkte. Sie war gerade erst von einer Zeit im Ausland zurückgekehrt.
Golden State (4:2) setzt seine viergamige Heimserie mit einem Gastspiel von Indiana am Donnerstag fort. Connecticut (1:7) beendet unterdessen seine fünfgamige Auswärtstournee mit einer Partie in Portland am Mittwoch.
Ballports-Take: Die Valkyries zeigen, dass sie nicht nur von einzelnen Stars leben. Williams, Charles und Burton verteilen die Lasten, was schwer zu verteidigen ist. Für Fantasy-Spieler könnte Williams wieder interessant werden, wenn sie diese Regelmäßigkeit hält. Das größere Narrativ ist jedoch das Debüt von Jocyte: Eine europäische Spielerin in der besten Liga der Welt könnte für deutschsprachige Fans ein interessanter Anker sein. Connecticut dagegen hat massive Probleme, wenn Griner ausfällt und die Role-Player nicht treffen. Mit 1:7 muss sich die Offensive schnell stabilieren.