Die New York Knicks sind zurück. Nach einem Vierteljahrhundert spielen sie wieder um den NBA-Titel. Am Montag fegte New York die Cleveland Cavaliers mit 130:93 aus Game 4 der Eastern Conference Finals und sicherte sich damit den Sweep. Für die Knicks ist es die erste Finals-Teilnahme seit 1999, damals verloren sie gegen die San Antonio Spurs in fünf Spielen. Insgesamt war es die neunte Finals-Appearance in der Franchisegeschichte, wodurch New York mit den Philadelphia 76ers gleichzieht, die beide auf Platz vier der ewigen Statistik stehen.
Wie lange die Durststrecke für die Knicks war, lässt sich an einer Zahl ablesen: Zwischen der Niederlage gegen die Indiana Pacers 2000 in den Conference Finals und dem Run bis in die zweite Runde 2023 gewann New York nur eine einzige Playoff-Serie. Mit einem Finaldurchgang von 25 Jahren hatten die Knicks die zwölftlängste Durststrecke aller aktiven NBA-Franchises. Jetzt haben sie die Chance auf den ersten Titel seit 53 Jahren.
Das Team funktioniert anders als damals. Ein Brunson war schon dabei, als die Knicks 1999 in die Finals gingen: Rick Brunson spielte damals als Spieler für New York, kam in 17 Regular-Season-Spielen und neun Playoff-Spielen zum Einsatz. In den Finals selbst spielte er nur einmal und trug keine statistischen Akzente bei. Zwei Jahrzehnte später ist Brunson Teil des Trainerstabs, während sein Sohn Jalen die Knicks auf dem Platz anführt. Für die Familie Brunson ist es ein eigenartiges Wiedersehen mit einer Franchise, die zum zweiten Mal unter ihrer Beteiligung um einen Titel kämpft.
Ballports-Take: Die Knicks-Story ist mehr als nur eine Sportgeschichte für die NBA-Gemeinde im deutschsprachigen Raum. Es ist die Geschichte einer Franchise, die lange Zeit als gescheitert galt und jetzt wieder relevant ist. Jalen Brunson, der Star des Teams, hat sich als Draft-Pick 2018 etabliert und ist nun ein NBA-Führungsspieler. Für Fantasy-Basketball-Spieler in Deutschland: Brunson könnte in den Finals massiv an Wert gewinnen, sein ADP wird sich verschieben. New York ist das Team, das Europäer gerne anfeuern, und diese Finals-Rückkehr ist für DACH-Fans eine Gelegenheit, wieder spannbares Basketball-Drama auf höchster Ebene zu verfolgen.