Justin Herbert war Mittwoch zurück auf dem Platz bei den Los Angeles Chargers, nachdem er Phase 2 des Offseason-Programms ausgelassen hatte. Der Grund war persönlich: Der Quarterback wollte seine Freundin, die Sängerin Madison Beer, zu Beginn ihrer Tour unterstützen. Die Tournee startete Mitte Mai in Polen nach der Veröffentlichung von Beers Album "The Locket".
Als Herbert seinem Trainer Jim Harbaugh von seinen Plänen erzählte, reagierte dieser gelassen. "Do you need a ride to the airport?", war Harbaughs spontane Antwort. Der Coach betonte später, dass er sich über Herberts Entscheidung gefreut habe. Harbaugh beschrieb seinen QB als jemanden, der normalerweise ständig im Gebäude präsent ist, alle freiwilligen und verpflichtenden Workouts absolviert und sich selbst nach Blessuren sofort zurückmeldet. "Es ist gute Balance", sagte Harbaugh über Herberts Entscheidung, sich eine Auszeit zu nehmen.
Bei der Rückkehr am Mittwoch zeigte Herbert seine gewohnte Form. Während die 7-on-7 und 11-on-11 Drills stattfanden, warf er Pässe zu einigen der Top-Receiver der Chargers. Der neue Offensive Coordinator Mike McDaniel verfolgte das Geschehen aufmerksam und feuerte seinen QB mehrfach lautstark an: "Let's go, 10!"
Herbert und Beer sind seit August zusammen und hatten sich zuvor beim Lakers-Spiel im März gezeigt. Anfang Mai trat Herbert auch in Beers Musikvideo zu ihrem Song "lovergirl" auf, in dem die beiden am Strand spielten, sich in einer Fotokabine amüsierten und Karten spielten.
Ballports-Take: Harbaugh setzt hier ein wichtiges Signal: Ein Star-Quarterback kann auch ein Mensch mit Privatleben sein, ohne dass das eine Katastrophe für das Team bedeutet. Für deutsche Fans, die die Chargers verfolgen, zeigt sich ein Coach, der Prioritäten richtig setzen kann. Herbert ist jetzt fit zurück und kann mit McDaniel arbeiten, dessen Offense schon bei den 49ers für explosive Plays bekannt war. Das ist beruhigend für alle, die in der Fantasy-Football-Liga auf Herbert setzen.