Die Los Angeles Lakers haben am Mittwoch mehr als ein Dutzend Mitarbeiter entlassen. Die Kündigungen sind Teil einer Umstrukturierung, die unter der neuen Führungsriege des Franchises stattfindet. Im Oktober hatte der NBA Board of Governors den Verkauf des Teams an Geschäftsmann Mark Walter genehmigt. Die Bewertung lag bei 10 Milliarden Dollar. Damit endete eine fast 50 Jahre währende Ära unter der Familie Buss.
Die Entlassungen trafen verschiedene Bereiche: Marketing, Team Communications, Team Content und Corporate Partnerships waren besonders betroffen. Gleichzeitig hat die Lakers-Organisation ihre Geschäftsführung in den vergangenen Monaten neu aufgestellt. Lon Rosen kam als President of Business Operations, nachdem Tim Harris das Unternehmen verlassen hatte. Michael Spetner wurde Chief Strategy and Growth Officer, Ryan Kantor übernahm die Rolle als Vice President of Global Partnerships.
Auf der Basketball-Seite allerdings geht die Lakers-Organisation in die entgegengesetzte Richtung. General Manager Rob Pelinka hat Tony Bennett verpflichtet, den zweifachen Naismith Coach of the Year und NCAA-Championship-Coach der University of Virginia. Bennett kommt als Draft Consultant und Advisor zu den Lakers. Diese Woche unterzeichnete auch Rohan Ramadas als neuer Assistant General Manager for Strategy and Data Systems.
Pelinka kündigte zudem an, dass die Lakers eine zusätzliche Position im Management schaffen werden. Der neue Assistant GM soll sich auf Pro Scouting, Draft Scouting und Player Development konzentrieren. Gleichzeitig investiert das Franchise massiv in seine Trainingsinfrastruktur. An der UCLA Health Training Center Practice Facility entstehen ein Biomechanics Lab, ein neues Movement Lab und ein Recovery Lab.
Ballports-Take: Für europäische NBA-Fans ist das ein klassisches Bild: Ein großer Club durchleuchtet seine Organisation von innen. Die Lakers sparen bei administrativen Positionen, während sie auf dem Parkett Expertise hinzuziehen. Tony Bennett ist im College-Basketball ein Name mit Gewicht, seine Erfahrung könnte dem Lakers-Draft-Prozess nutzen. Die neuen Trainings-Labore deuten darauf hin, dass die Organisation langfristig denkt und in Player Development investiert, nicht nur in Ready-made-Stars. Das ist ein Signal für die nächsten Jahre.