Stephen Curry wird sich bald auch außerhalb des Basketballplatzes als Unternehmer bewähren müssen. Der Golden State Warriors-Star und seine Frau Ayesha planen gemeinsam mit dem renommierten Chef Michael Mina drei Restaurants im Ritz-Carlton in Charlotte. Für Curry ist das eine Rückkehr an einen Ort mit großer persönlicher Bedeutung: Er wuchs in Charlotte auf, während sein Vater Dell Curry von 1989 bis 1999 zehn Saisons für die Charlotte Hornets spielte.
Den Anfang macht Sweet July Café, Ayeshas Lifestyle-Café, das im Juli seine Türen öffnen soll. Das Menü vereint kalifornische Farmer-Market-Inspiration mit jamaikaischen Einflüssen aus Ayeshas Herkunft. Neben Smoothies stehen hausgemachte Croissants, Kuchen, Kekse und Brötchen auf der Karte, ergänzt um gesunde Snack-Optionen. Das Konzept ist nicht neu: Sweet July Café betreibt bereits eine Filiale in den Regent Hotels in Santa Monica. "Sweet July war schon immer von dem Gedanken getrieben, Orte zu schaffen, an denen sich Menschen wirklich willkommen fühlen", sagte Ayesha.
Zwei weitere Etablissements folgen im Winter. Bourbon Steak, geleitet von Mina selbst, präsentiert sich als modernes amerikanisches Steakhaus mit klassischen Techniken und gehobener Gastlichkeit. Das Angebot reicht von hochwertigen Steaks über Shrimp Cocktails bis zu Caviar Parfait. The Eighth Rule dagegen ist Stephens Kreation in Partnerschaft mit Mina. Das Cocktail-Lokal, das bereits in San Francisco vertreten ist, konzentriert sich auf Getränke wie Gentlemen's Cut Bourbon, Weine und Premium-Spirituosen. Auf der Speisekarte prangt auch Stephens Signature-Gericht: "Stephen's Chicken Tendies". "The Eighth Rule schafft einen Erlebnis-Raum, in dem Menschen zusammenkommen, miteinander sprechen und gleichzeitig gehobene Speisen und Getränke genießen", erklärte Curry.
Ayesha bringt umfangreiche kulinarische Erfahrung mit. Sie veröffentlichte 2016 "The Seasoned Life" und 2020 "The Full Plate", beide Kochbücher, und moderierte die Food-Network-Show "Ayesha's Home Kitchen". Stephen kommt nach seiner 17. Saison mit den Warriors, in der er durchschnittlich 26,6 Punkte, 3,6 Rebounds und 4,7 Assists pro Spiel erzielte.
Ballports-Take: Für europäische Basketball-Fans ist das vor allem eine Erinnerung daran, wie amerikanische Superstars ihre Brand über den Sport hinaus ausbauen. Stephen Curry nutzt seinen Namen und seine lokale Verwurzelung in Charlotte strategisch, um in den Food-and-Beverage-Markt zu expandieren. Solche Projekte sind in der NBA Standard, zeigen aber auch: Wer Elite-Level spielt, verdient sein Geld längst nicht mehr nur auf dem Parkett. Die Restaurants dürften schnell zu Pilgerstätten für Hornets-Fans werden, die Curry seit seiner Kindheit in der Stadt verbunden sehen.