So funktioniert der NFL Supplemental Draft
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So funktioniert der NFL Supplemental Draft

Der NFL Supplemental Draft ist kein regelmäßiges Event. Er findet nur statt, wenn die Liga genehmigt, dass bestimmte College-Spieler zur Verfügung stehen, die beim Standard-Draft im Frühjahr nicht teilnehmen konnten. Das letzte Mal gab es einen Supplemental Draft 2023, damals waren zwei Spieler verfügbar: Malachi Wideman von Jackson State und Milton Wright von Purdue. Keiner der beiden wurde am Ende ausgewählt.

Zum ersten Mal fand dieser Draftmechanismus 1977 statt. Die meisten Spieler, die hier landen, haben ihre College-Eligibilität verloren, weil akademische oder disziplinarische Probleme sie von der normalen Draft-Anmeldung abgehalten haben. Manchmal sind auch Spieler betroffen, deren Eligibilität aus anderen Gründen beeinträchtigt wurde.

Die Reihenfolge beim Supplemental Draft folgt einem anderen System als der Standard-Draft. Teams bieten zukünftige Draft-Picks auf Spieler, die sie interessieren. Die Auswahl wird in drei Gruppen organisiert: Teams mit sechs oder weniger Siegen aus der vorherigen Saison, danach alle übrigen Non-Playoff-Teams, schließlich die 14 Playoff-Teams. Innerhalb jeder Gruppe wird die Reihenfolge per Zufall bestimmt. Das Team, das den höchsten Pick bietet, erhält den Spieler und gibt dafür seinen entsprechenden Draft-Pick im nächsten Frühjahr auf. Der Supplemental Draft dauert sieben Runden.

Der letzte erfolgreiche Pick war 2019, als die Arizona Cardinals den Safety Jalen Thompson in der fünften Runde auswählten. Davor war 2012 Josh Gordon im zweiten Pick für die Cleveland Browns bemerkenswert. Der erste Runde-Pick des Supplemental Drafts kommt aus 1992, als die New York Giants QB Dave Brown auswählten. Die prominentesten Namen aus der Geschichte sind wohl Terrelle Pryor (Oakland Raiders, 2011), Rob Moore (New York Jets, 1990) und Bernie Kosar (Cleveland Browns, 1985).

Es gibt regelmäßig Spekulationen, wann der nächste Supplemental Draft stattfindet. Vor diesem Sommer wurde diskutiert, ob er aktiviert werden könnte, nachdem ein Glücksspiels-Skandal um Brendan Sorsby die Aufmerksamkeit erregte. Sorsby, Quarterback von Texas Tech, durfte jedoch eine weitere College-Saison spielen und war dadurch nicht für den Supplemental Draft verfügbar.

Für deutsche Football-Fans ist der Supplemental Draft meist nur ein Randthema, da er so selten vorkommt. Die meisten Fantasy-Football-Manager müssen sich damit nicht beschäftigen, da Spieler aus diesem Draft historisch eher selten in Squads landen. Die Aufmerksamkeit bleibt auf dem großen Draft im April, und der Supplemental Draft bleibt das Nischeninstrument, das die Liga nur einsetzt, wenn ungewöhnliche Situationen es rechtfertigen.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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