Seattle Storm schlägt Washington mit starker Offensive
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Seattle Storm schlägt Washington mit starker Offensive

Seattle setzte sich am Sonntag mit 97:85 gegen die Washington Mystics durch und lieferte dabei eine Schießerei ab, die die Liga kennzeichnet. Natisha Hiedeman erzielte 24 Punkte und band damit ihren Karriererekord. Die Rookie Flau'jae Johnson trug 17 Punkte bei und schnappte sich sieben Rebounds, während sie fünf Assists verteilte.

Die größte Geschichte des Abends war das Debüt von Awa Fam. Die 19 Jahre alte Center, an Position 3 des WNBA-Draft gezogen, kam am Freitag von Valencia, wo sie gerade die spanische Meisterschaft gewonnen hatte. Gegen Washington spielte sie ihre ersten WNBA-Minuten, 20 an der Zahl, und sammelte sofort 10 Punkte. Ihr erstes Bucket kam spät im zweiten Quarter, ein Layup aus einem Pick-and-Roll mit Johnson. Damit bewies Fam, dass sie sich schon im ersten Einsatz in das Spiel der Storm integrierte.

Seattle war von überall erfolgreich. Die Storm versenkte 13 Dreier auf 28 Versuche und war unglaublich zuverlässig an der Freiwurflinie: 32 von 34 (94 Prozent). Im zweiten Halbjahr allein schossen die Gäste 52 Freiwürfe. Washington traf zwar 35 von 41 Versuchen von der Linie (85 Prozent), scheiterte aber kläglich von draußen. Nur vier von 20 Dreier fielen für die Mystics.

Stefanie Dolson lieferte für Seattle eine perfekte Performance ab. Sie versenkte alle drei Feldwurfversuche, beide Dreier und alle acht Freiwürfe für insgesamt 16 Punkte. Zia Cooke steuerte 10 Punkte bei. Ein großer Name fehlte: Dominique Malonga, Seattles Topscorerin mit 16,0 Punkten im Schnitt und beste Rebounderina mit 7,3 pro Spiel, saß wegen Concussion Protocol zum vierten Mal hintereinander auf der Bank.

Die Mystics hatten keinen Weg ins Spiel. Hiedeman warf einen Dreier, der Seattle früh im zweiten Quarter in Führung brachte, und ein langes Floater mit 1,8 Sekunden auf der Uhr machte es 49:37 zur Pause. Von diesem Punkt an lagen die Gäste immer zweistellig zurück. Sonia Citron führte Washington mit 16 Punkten an. Kiki Iriafen, Georgia Amoore und Angela Dugalic kamen je auf 13, Shakira Austin erzielte 12.

Für Seattle war dies der zweite Sieg in Folge. Am Freitag zuvor hatte die Storm Connecticut 77:59 geschlagen und damit eine Drei-Spiele-Niederserie beendet. Die nächste Partie zwischen beiden Teams findet bereits am Mittwoch wieder in Seattle statt.

Ballports-Take: Awa Fam ist ein Name für deutsche Fans, die die internationalen Pfade der WNBA verfolgen. Dass sie von Valencia direkt ins Spiel kam und sofort produktiv war, ist ein gutes Zeichen für ihre Eingewöhnung. Mit 20 Jahren in der stärksten Liga der Welt anzukommen, ist ein riesiger Sprung, aber Fam scheint bereit. Für die Storm ist sie eine langfristige Investition an Center, wo die Position oft problematisch ist. Malonga fällt noch aus, was Fam Spielzeit sichert. Behaltet diese junge Center im Blick, wenn ihr die WNBA-Entwicklung verfolgt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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