Shai Gilgeous-Alexander hat es wieder getan. Der Back-to-Back-MVP der Oklahoma City Thunder landet zum vierten Mal in Folge im All-NBA First Team, diesmal gemeinsam mit vier weiteren Top-5-Kandidaten der MVP-Abstimmung. Mit dabei sind Nikola Jokic von den Denver Nuggets, Luka Doncic der Los Angeles Lakers, Cade Cunningham von den Detroit Pistons und Victor Wembanyama der San Antonio Spurs.
Wembanyama macht seine historische Premiere im First Team. Der Spurs-Forward, der als erster Spieler der NBA-Geschichte einstimmig zur Defensive Player of the Year gewählt wurde, fehlte bei der All-NBA-Abstimmung nur eine Stimme zur Einstimmigkeit. Für San Antonio ist es die erste First-Team-Nominierung seit Kawhi Leonard in der Saison 2016-17. Jokic erhielt bereits seine sechste First-Team-Auszeichnung und hat damit nun doppelt so viele All-NBA-Ehren wie jeder andere Spieler in der Nuggets-Geschichte. Doncic, der mit 33,5 Punkten pro Spiel erneut Liga-Topscorer war, schafft es zum sechsten Mal in acht Jahren ins All-NBA-Team. Cunningham erhielt die Berufung ins First Team, nachdem er im Vorjahr im Third Team gelandet war.
Die beiden MVP-Favoriten Gilgeous-Alexander und Jokic waren einstimmig gewählte Spieler, was die Dominanz beider unterstreicht. Besonders bemerkenswert ist, dass sowohl Doncic als auch Cunningham mit nur 64 gespielten Spielen nominiert wurden und dafür spezielle Ausnahmegenehmigungen erhielten, da sie die erforderliche Schwelle von 65 Spielen verpasst hatten.
Im Second Team landen Jaylen Brown (Boston Celtics), Jalen Brunson (New York Knicks), Kevin Durant (Houston Rockets), Donovan Mitchell (Cleveland Cavaliers) und Kawhi Leonard (LA Clippers). Brunson und Mitchell erhalten damit bereits ihre dritte All-NBA-Auszeichnung. Durant schafft mit seiner zwölften Nominierung einen historischen Meilenstein: Er ist der erste Spieler der NBA-Geschichte, der für fünf verschiedene Franchises ins All-NBA-Team gewählt wurde. Leonard hat nun insgesamt sechs All-NBA-Platzierungen gesammelt, je dreimal im First und Second Team.
Das Third Team begrüßt fünf Neulinge: Jalen Johnson (Atlanta Hawks), Jalen Duren (Detroit Pistons), Tyrese Maxey (Philadelphia 76ers), Chet Holmgren (Oklahoma City Thunder) und Jamal Murray (Denver Nuggets). Duren und Cunningham bilden das erste Pistons-Duo, das in derselben Saison ins All-NBA-Team kommt, seit Chauncey Billups und Ben Wallace das 2005-06 schafften.
Die All-NBA-Verkündigung beschloss eine lange Reihe von Jahresend-Auszeichnungen. Shai Gilgeous-Alexander wurde zusätzlich zum Clutch Player of the Year gekürt, Nickeil Alexander-Walker erhielt den Most Improved Player Award, Keldon Johnson der Spurs den Sixth Man of the Year. J.B. Bickerstaff wurde Trainer des Jahres und Cooper Flagg der Dallas Mavericks Rookie des Jahres.
Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans ist diese All-NBA-Liste besonders deshalb interessant, weil die Top-Positionen in den Konferenzspielen unmittelbar beansprucht werden. Gilgeous-Alexander und Wembanyama treffen sich just in diesen Tagen in den Western Conference Finals, beide auf ihrem Peak. Das First Team zeigt: Der NBA-Wettbewerb läuft aktuell in fünf Kanälen mit unterschiedlichen Favoriten, was die Liga spannend hält. Für Fantasy-Spieler ist es ein klares Signal, dass diese Fünf ihre Topwerte verdienen und auch langfristig als Elite-Assets zu betrachten sind. Cunninghams Aufstieg ins First Team nach nur Third Team im Vorjahr unterstreicht Detroits rapide Entwicklung.