Die New York Liberty haben am Mittwoch ihre erste Heimniederlage-Serie seit 2022 beendet. Mit 84:74 setzten sich die Liberty gegen die Phoenix Mercury durch, angetrieben von einer beeindruckenden 23:0-Laufrolle über die dritte und vierte Quarter hinweg. Das Spiel im Barclays Center war gleichzeitig ein Comeback-Abend für zwei Spielerinnen, die dem Team fehlten.
Leonie Fiebich stand erstmals in dieser Saison auf dem Spielfeld für New York. Die deutsche Forward, die erst spät aus Spanien zur WNBA stieß, trug sofort neun Punkte bei. Trainer Chris DeMarco war begeistert von ihrer Präsenz: "Wie erwartet, sie ist so konstant. Eine wirklich gute Ergänzung." Fiebich selbst merkte an, dass sie die Core Group des Teams aus ihrer Zeit in Spanien kenne und das habe ihr geholfen. "Das System ist neu, ich lerne immer noch viel", sagte sie nach dem Spiel.
Zugleich kehrte Guard/Forward Betnijah Laney-Hamilton nach drei Spielen, die sie aus persönlichen Gründen verpasst hatte, auf den Platz zurück und erzielte sieben Punkte. Für Liberty fehlten dagegen Forward Satou Sabally wegen einer Krankheit und Guard Sabrina Ionescu wegen einer Fußverletzung. Marine Johannes führte die Sieg mit 21 Punkten an, traf dabei beeindruckende 7 von 9 Versuchen von der Dreierlinie. Jonquel Jones steuerte 17 Punkte und 12 Rebounds bei.
DeMarco beschrieb, was während der dominanten Laufrolle passiert war: "Wir haben es hochgefahren. Wir haben hart gespielt. Wir wissen, dass wir dazu fähig sind. Wir mussten es nur spüren und Schwung bekommen. Das ist die aggressive Art, wie wir spielen wollen, und ich denke, wir haben das erreicht." Die Liberty und Mercury treffen sich bereits am Freitag erneut in New York aufeinander.
Phoenix hatte das Spiel mit einer eigenen Rückkehr begonnen. Guard Monique Akoa Makani spielte ihr erstes Saisonspiel und erzielte neun Punkte. Dennoch verloren die Mercury ihr viertes Spiel in Folge. Nach einem Sieg gegen Titelverteidiger Las Vegas zum Saisonauftakt am 9. Mai haben die Mercury seitdem nur noch ein Spiel gewonnen.
Ballports-Take: Für deutsche Fans, die Fiebich folgen, ist dies ein positives Signal. Sie kam später zur Saison als erwartet, braucht Spielrhythmus und Vertrautheit mit dem WNBA-Tempo. Dass sie sofort produktiv sein kann und der Trainer sie lobt, deutet darauf hin, dass sie keine Eingewöhnungsfalle wird. Liberty bleibt ein Team mit echtem Playoff-Potenzial, wenn die Verletzungen heilen. Fiebich als stabilisierende Kraft im Rotation könnte der Schlüssel zu konsistenteren Performances werden. Im Auge behalten: ob Sabally und Ionescu bis Freitag zurückkommen.