A'ja Wilson sitzt erneut auf der Bank. Die vier-fache WNBA-MVP der Las Vegas Aces wird am Freitag gegen die Chicago Sky nicht spielen. Es ist bereits das zweite Spiel in Folge, das die 29-Jährige ausfällt. Zuvor hatte sie auch das Commissioner's Cup Championship-Spiel gegen die New York Liberty (93:85-Niederlage) am Dienstag verpasst.
Zum Hergang: Wilson verdrehte sich ihren rechten Knöchel in der vierten Minute des Spiels gegen Chicago am Sonntag (107:99-Sieg der Aces). Sie kam damals zurück aufs Spielfeld, nachdem sie kurz in der Kabine behandelt worden war. Jetzt trägt sie einen Boot an ihrem Fuß und ist vorerst raus aus dem Verkehr.
Trainer Becky Hammon beschrieb die Verletzung in der Pressekonferenz als "day by day" und gab keine weiteren Details preis. Sie betonte aber, dass sie nicht mit einer Langzeitverletzung rechnet. "Sie ist tough", sagte Hammon. "Ich will sie so gut wie möglich schützen. Sie will unbedingt spielen, aber wir werden uns nicht beeilen."
Wilson ist eine absolute Säule für Las Vegas. Sie führt die WNBA mit durchschnittlich 25,7 Punkten pro Spiel an, holt 9,4 Rebounds und blockt 2,0 Würfe pro Partie. Über die vergangenen sieben Saisons hinweg hat die 1,93-Meter-Forward nur acht Spiele verpasst. In ihrer gesamten WNBA-Karriere sind es erst 15 Ausfälle.
Die Aces empfangen die Indiana Fever am Sonntag. Ob Wilson bis dahin zurückkommt, bleibt offen. Ohne ihre beste Spielerin wird Las Vegas gegen Chicago deutlich schwächer ausfallen müssen.
Für deutsche Basketball-Fans ist die aktuelle Situation um Wilson ein wichtiger Reminder: Selbst in der professionellen Elite sind Verletzungen ein ständiger Faktor, und die besten Spielerinnen brauchen manchmal einfach Zeit zum Auskurieren. Die WNBA wird dies wahrscheinlich als Test ohne ihre Nummer eins nehmen. Hammons Ansatz, die Super-Star nicht zu überbelasten, zeigt auch reife Spielweise im Umgang mit Toptalenten. Das ist bei der Betrachtung von Fantasy-Basketball oder langfristigen Prognosen wichtig zu verstehen.