Jets-Rookie Sadiq fällt mit Hernien-OP aus
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Jets-Rookie Sadiq fällt mit Hernien-OP aus

Kenyon Sadiq, den die New York Jets mit dem 16. Pick im Draft geholt haben, muss sich einer Hernien-Operation unterziehen und pausiert damit zunächst im Offseason-Programm. Coach Aaron Glenn bezeichnete den Eingriff als "minor procedure", machte aber deutlich, dass der Tight End während des Training Camps, das am 28. Juli beginnt, wieder einsatzbereit sein soll.

Dass Glenn die Operation sofort nach den Rookie-Minicamps durchführen ließ, war bewusst geplant. Sadiq hatte die Verletzung bereits während seines letzten College-Jahres bei Oregon und auch während der Rookie-Minicamps mit sich herumgetragen. Jetzt sollte alles ordnungsgemäß ausheilt sein, bevor die heiße Phase des Trainings beginnt.

Sadiq ist für die Jets ein strategischer Pick, um ihre Offense zu verjüngen. Das Team rangierte 2025 mit Platz 29 in der Scoring-Statistik deutlich unter dem Durchschnitt. Mit ihm und WR Omar Cooper Jr., ebenfalls ein First-Rounder, wollte die Organization mehr Durchschlagskraft aufbauen. Der Tight End bringt dabei eine seltene Waffe mit: Speed. Beim Combine lief Sadiq eine unglaubliche 4,39 Sekunden über 40 Yards und brach damit einen 20 Jahre alten Rekord von Vernon Davis (4,40), der 2006 aufgestellt worden war. Defensive Backs werden bei dieser Körpergröße und diesem Tempo bei einem Tight End nicht rechnen.

Glenns Plan ist, Sadiq in Multiple-TE-Packages einzusetzen und damit Matchup-Probleme für gegnerische Defenses zu schaffen. Mason Taylor und Jeremy Ruckert geben der Position solide Tiefe, doch Sadiq spielt in einer anderen Liga. Bei Oregon absolvierte er die vergangene Saison trotz Hernie größtenteils, verpasste nur ein Spiel und schnappte sich am Ende 51 Receptions für 560 Yards und acht Touchdowns. Dass er unter Schmerzen diese Bilanz auflegt, zeigt Charakter und gleichzeitig, wie wichtig es ist, die Verletzung jetzt zu behandeln.

Ballports-Take: Für Fantasy-Football-Spieler in der DACH-Region sinkt Sadiqhs Short-Term-Wert durch die OP und fehlende Trainingszeit. Wer auf ihn spekulierte, sollte realistisch planen, dass echte Game-Reps erst im Saisonstart kommen oder sogar noch später. Das ist aber auch die Chance: Falls er wirklich fit ins Camp kommt und die Hernien-Geschichte abgehakt ist, könnte ein TE mit 4,39-Tempo im richtigen System ein Sleeper werden. Die Jets signalisieren mit ihrer Ungeduld bei der OP und dem klaren Termin, dass sie Sadiq ernst nehmen. Beobachten, ob er wirklich pünktlich zur Camp-Eröffnung trainiert.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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