Nyara Sabally hat ihre beste Leistung der Saison abgeliefert und Toronto zum Sieg geführt. Die Tempo besiegten die Chicago Sky am Mittwochabend mit 111:104 und zeigten dabei vor allem in der Offensive eine starke Performance. Sabally erzielte 29 Punkte und traf dabei beeindruckende 11 ihrer 14 Versuche. Sie war damit die überragende Figur eines Spiels, in dem Toronto zeitweise unter Druck geriet.
Marina Mabrey unterstützte Sabally mit 24 Punkten und sieben Assists und half damit, dass die Tempo insgesamt 56 Prozent ihrer Feldwürfe trafen. Mit noch 3:33 Minuten auf der Uhr hatte Toronto eine knappe Führung von 98:96, dann aber zog das Team durch ein 8:2-Lauf davon. Mabrey senkte einen Step-Back-Jumper ein zum 101:96, Sabally folgte mit einem Dreier und stellte damit den Sieg mit gut anderthalb Minuten Restspielzeit sicher. Die Tempo machten insgesamt 12 Dreier und hatten damit die richtige Antwort auf Chicagos Offensivpotenzial.
Toronto dominierte die erste Hälfte deutlich. Sabally trug mit 14 Punkten zum 55:48-Halbzeitstand bei, Sykes legte 13 auf und Mabrey 10. Die Tempo schossen dabei 58 Prozent aus dem Feld und sammelten in den ersten zwei Vierteln 21 Rebounds gegen nur 10 der Sky. Auch im dritten Viertel blieb Toronto oben, kombinierte einen frühen 11:4-Lauf zu einem 66:52-Stand.
Chicago konnte trotz starker Einzelleistungen nicht mithalten. Rookie Sydney Taylor erzielte mit 27 Punkten ein Saisonmaximum für die Sky, Skylar Diggins steuerte 23 Punkte und neun Assists bei. Natasha Cloud kam auf 18 Punkte und neun Assists. Doch gegen Torontos Balance und Effizienz reichte es nicht. Brittney Sykes punktete für die Tempo mit 20, Rookie Kiki Rice mit 14 Punkten, acht Rebounds und sieben Assists. Toronto verbesserte sich mit dem Sieg auf 4:4, Chicago fällt auf 3:4 zurück.
Toronto empfängt am Samstag Seattle, Chicago spielt am Freitag gegen Minnesota.
Ballports-Take: Sabally zeigt mit dieser Leistung, dass sie im Tempo-Angriff eine zentrale Rolle spielen kann. Eine Quote von 11:14 aus dem Feld ist für die WNBA elite und deutet an, dass die Offensive um Mabrey und Sabally zusammen funktioniert. Für Fans, die Toronto verfolgen, ist das eine beruhigende Nachricht nach dem durchwachsenen Start. Chicago dagegen hatte mit Taylor ein positives Zeichen, aber die defensive Inconsistenz wird zum Problem wenn Rookies die Hauptlast tragen müssen. Die Tempo sind im Westen noch im Rennen.