Ryan Day: Ohio State muss 2026 im vierten Viertel dominieren
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Ryan Day: Ohio State muss 2026 im vierten Viertel dominieren

Ohio State hat sich an Dominanz gewöhnt. Normalerweise ist der Talent-Vorsprung so groß, dass die Buckeyes Spiele gar nicht bis zum vierten Viertel entscheiden müssen. Die Saison 2026 wird anders. Nach einem perfekten 12:0-Start in der regulären Saison kollabierte Ohio State in den entscheidenden Momenten. Gegen Indiana verloren die Buckeyes das Big-Ten-Championship-Game ohne zweite Halbzeit-Punkte. Gegen Miami folgte die nächste Schmach: Zwei Possessions vor Schluss, null Punkte. Das 14:7-Spiel gegen Texas war das einzige Game der regulären Saison, das näher als 18 Punkte war. Dieses Scheitern sitzt tief.

Die kommende Schedule macht deutlich, warum late-game execution nicht verhandelbar ist. Ohio State besucht Texas in Week 2, fährt zum Defending National Champion Indiana, spielt gegen Oregon und Michigan, reist zu USC und Iowa. Es ist eine NFL-ähnliche Abfolge von Top-Teams, die keine Pausen erlaubt. "Wir müssen Spiele im vierten Viertel gewinnen in dieser Saison", sagte Coach Ryan Day. "Schaut euch unseren Schedule an. Wir müssen wirklich gut darin sein."

Zum Glück für die Buckeyes kehren sie mit Kern-Stärken zurück. Julian Sayin, Heisman-Finalist als Rookie-Starter, wirft mit 77 Prozent Completion Rate (nationales Spitzenniveau) und kombinierte 32 Touchdowns mit nur acht Interceptions. All-America WR Jeremiah Smith ist da. Aber Ohio State verlor elf Draft-Picks, vier davon in den Top-11. Der Neubau in bestimmten Positionen trifft auf eine anspruchsvollere Realität.

LB Payton Pierce fasst die offseason-Mentalität zusammen: "Es geht nur um Finishing." In Trainings gibt es konstruktive Konfrontationen, Spieler fordern sich gegenseitig heraus, das Chaos wird trainiert. "Du musst im vierten Viertel in der Offensive spielen können, und du brauchst reife Typen, die auf ihrem absoluten Höhepunkt sind", sagte Pierce. Die Buckeyes bereiten sich explizit auf Two-Minute-Drills vor, auf die Momente, in denen Championships entschieden werden.

Offensive Coordinator Arthur Smith, ehemaliger Atlanta-Falcons-Head-Coach mit 15 Jahren NFL-Erfahrung, bringt genau das Wissen in die Preparation. Defense-Koordinator Matt Patricia überwacht nach einem Top-Defense-Jahr 2025 die kontinuierliche Verbesserung. Beide verstehen, dass die Margins in Elite-Spielen mikroskopisch sind. Smith fasst es so: "Das ist das, was du willst. Es sollte das Beste in dir herauskitzeln, sobald du verstehst, was nötig ist."

Für deutsche Football-Fans, die Ohio State verfolgen, ist das die zentrale Story der Saison. Ein Team mit Championship-Talent, das lernen muss, unter Druck zu gewinnen statt zu dominieren. Julian Sayin könnte sich als echter Elite-QB profilieren, wenn die Buckeyes ein, zwei dieser Monster-Spiele bestehen. Umgekehrt sind dies die Tests, an denen Sayin und die Offense gemessen werden, wenn es um Draft-Evaluations geht. Wer auf ballports Ohio State folgt, sollte genau auf die Fourth-Quarter-Performance achten. Das ist kein statistisches Detail, das ist die gesamte DNA einer Saison.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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