Cincinnati bestreitet Vorwurf der Glücksspiel-Vertuschung
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Cincinnati bestreitet Vorwurf der Glücksspiel-Vertuschung

Cincinnati hat sich gegen die öffentlichen Anschuldigungen des Agenten von Quarterback Brendan Sorsby verteidigt. Ron Slavin hatte dem Radiosender 105.3 The Fan erklärt, dass die Universität Sorbys Glücksspielaktivitäten über zwei Jahre hinweg gekannt haben soll und trotzdem nichts unternommen hätte. Cincinnati hingegen behauptet, dass die Schule die Angelegenheit vollständig transparent behandelt habe.

Der Hintergrund: Am 19. August 2024 wurde Cincinnati auf Aktivitäten Sorbys auf der Daily-Fantasy-Seite PrizePicks hingewiesen. Nach dieser Benachrichtigung befragte die Universität Sorsby, der erklärte, dass er keinen Zugang zur Seite mehr habe und keine Wetten platziert hätte. Sorsby nahm daraufhin an einer Schulung zum Thema Sports Wagering teil, und die Angelegenheit wurde als abgeschlossen erachtet. Die Universität nutzt eine Technologie namens Prohibet, um Glücksspielaktivitäten von Athleten, Trainern und anderem Personal zu überwachen.

Cincinnati reagierte mit einer schriftlichen Stellungnahme: "Alle unsere Student-Athleten erhalten umfangreiche Schulungen zum Glücksspiel mehrmals im Jahr. Wir würden niemals wissentlich einen Athleten spielen lassen, der gegen NCAA-Glücksspielregeln verstößt. Falls wir von unzulässigen Wetten erfahren würden, würden wir die NCAA benachrichtigen und Sanktionen einleiten." Nach einer Anfrage zum Zugang öffentlicher Unterlagen gab Cincinnati an, dass Prohibet zwischen Januar 2024 und Februar 2026 Warnungen für sechs aktive Student-Athleten ausgelöst habe. Keiner dieser sechs Athleten war mehr als einmal gemeldet worden, und keine Warnung bezog sich auf unzulässige Wetten.

Der Fall ist jedoch komplexer. Sorsby hat selbst zugegeben, über die vergangenen vier Jahre hinweg mehr als 9.000 Wetten platziert zu haben, darunter auch auf Spiele der Indiana Hoosiers, bei denen er 2022 und 2023 als Ersatz tätig war. Nach Angaben von Gerichtsdokumenten spielte Sorsby jedoch in keinem der Spiele mit, auf die er gewettet hatte. Es gibt zudem keine Hinweise darauf, dass er seine Leistung beeinflusste, Insiderinformationen nutzte oder wissentlich privilegierte Informationen an Wetter weitergab.

Cincinnati verklagte Sorsby wegen Vertragsbruch, nachdem dieser zur Texas Tech wechselte. Die Universität fordert Schadensersatz in Höhe von über einer Million Dollar. Sorsby verließ Texas Tech am Montag und wird nach eigenen Angaben am NFL Supplemental Draft teilnehmen.

Für DACH-Football-Fans ist diese Geschichte ein Lehrstück über die zunehmende Regulierung von College Football rund um Glücksspiel. Die NCAA hat ihre Regeln verschärft, und Universitäten implementieren Monitoring-Systeme wie Prohibet, um sich vor Skandalen zu schützen. Sorbys Fall zeigt, wie schnell ein Quarterback seine Karriere gefährden kann, selbst wenn er nicht direkt in die Spiele verwickelt war, auf die er wettete. Wer die Entwicklungen im NCAA-Football verfolgt, sollte verstehen, dass Glücksspielregeln mittlerweile genauso ernst genommen werden wie Doping im Fußball.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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