Flau'jae Johnson hat sich langfristig an Unrivaled gebunden. Die Seattle Storm Guard unterzeichnete einen Mehrjahresvertrag bei der 3-on-3-Liga, wie die Liga am Montag bekannt gab. Für Johnson schließt sich damit ein Kreis, der vor zwei Jahren begann. 2024 gehörte sie zu den ersten beiden Spielerinnen, die ein NIL-Deal mit Unrivaled unterzeichneten, zusammen mit Paige Bueckers. Damals war sie noch nicht als Spielerin für die Liga tätig, sondern nutzte ihre Popularität für eine Kooperation außerhalb des Courts.
2025 vertieften sich die Verbindungen dann deutlich. Johnson wurde Teil der "Future Is Unrivaled"-Initiative, einem Programm der Liga, das gezielt mit den kommenden Stars des Frauenbasketballs arbeitet. In diesem Draft-Prozess trafen sich die besten jungen Spielerinnen der WNBA, darunter auch ihre Kollegin Lauren Betts, Azzi Fudd und Olivia Miles. Miles hatte die Minnesota Lynx mit dem zweiten Pick des WNBA Drafts 2025 ausgewählt und unterschrieb ebenfalls einen Mehrjahresvertrag mit Unrivaled. "Von meinem ersten NIL-Deal mit Unrivaled bis jetzt, wo ich als Spielerin zur Liga stoße, war das eine unglaubliche Reise", sagte Johnson in einer Stellungnahme.
Bei der dritten Saison von Unrivaled, die im Januar 2027 beginnt, kehren über 90 Prozent der Spielerinnen aus der zweiten Spielzeit zurück. Das zeigt, dass die Liga unter den Profis eine hohe Attraktivität gewonnen hat. Für Johnson persönlich ist Unrivaled nun ein zusätzliches Standbein neben ihrer Arbeit bei den Seattle Storm. Bei den Kalifornien haben die Golden State Valkyries sie mit dem achten Pick des WNBA Drafts ausgewählt, ehe sie noch in der Draft-Nacht nach Seattle gehandelt wurde. In ihrer aktuellen Saison mit dem Storm steht Johnson bei durchschnittlich 11,4 Punkten und 2,3 Assists pro Partie. Sie ist die dritte beste Scorerin ihres Teams hinter Natisha Hiedeman und Dominique Malonga.
Für deutsche Basketballfans mit Interesse an der WNBA zeigt Johnsons Engagement bei Unrivaled einen wichtigen Trend: Die Top-Spielerinnen nutzen 3-on-3-Formate längst nicht mehr nur nebenbei. Mit Mehrjahresverträgen und prominenten Gesichtern entwickelt sich Unrivaled zu einer echten Liga mit eigener Bedeutung im Jahr. Johnsons Weg vom NIL-Partner zur vollwertigen Athletin ist außerdem ein Beispiel dafür, wie sich die Monetarisierung von Frauenbasketball verändert. Solche Formate bieten zusätzliche Einnahmen, die für Spielerinnen deutlich relevanter werden als früher.