Am Tag nach Jalen Brunsons Finals-MVP-Auszeichnung und dem ersten NBA-Titel der New York Knicks seit 53 Jahren zahlte ein Sammler 312.000 Dollar für eine 1-of-1 Numbered 2018 Panini Prizm Choice Nebula Rookie Card des Point Guards. Die Auktion lief über Fanatics Collect. Das ist ein neuer Rekord für jede Brunson-Karte. Die vorherige Höchstnotiz lag bei 96.660 Dollar für dieselbe Karte, die 2024 zuletzt verkauft wurde. Damals, 2019 auf eBay, ging diese Karte für gerade mal 300 Dollar über den Tisch.
Brunson war in der Saison 2024-25 zum NBA Clutch Player of the Year gekürt worden und lieferte in den Playoffs 2025-26 genau dafür Beweis. Er schoss im vierten Viertel durchschnittlich 9,9 Punkte pro Spiel, nur die zweite Spieler seit 1996 überhaupt, dem das gelang, wenn er mindestens bis zu den Conference Semifinals kam. Der Vergleich: Dirk Nowitzki schaffte das 2011. Dabei traf Brunson im Schlussquartal 56 Prozent aus dem Feld, 53 Prozent von der Dreierlinie und 91 Prozent von der Freiwurflinie.
Die Sammlerszene reagiert auf die Vorstellung, dass Brunson sich selbst zum besten Knick aller Zeiten entwickelt. Nur im Juni gab es 14 Verkäufe von Brunson-Karten für 30.000 Dollar oder mehr. Vier davon, alle seit dem 19. Juni, sprengten die 99.000-Dollar-Marke. Nach Daten von Card Ladder hat in der vergangenen Woche unter allen Basketball-, Football-, Baseball-, Fußball- und Eishockey-Kartenverkäufen kein Athlet ein größeres Wachstum seiner Sammler-Hobby-Relevanz gesehen als Brunson mit 131,9 Prozent Anstieg. Victor Wembanyama von den San Antonio Spurs folgt mit deutlichem Abstand bei 89,73 Prozent.
Für Basketball-Fans in der DACH-Region ist das Momentum um Brunson vor allem eine Erinnerung daran, wie schnell sich der Marktwert eines Spielers verändert, wenn er auf der größten Bühne liefert. Brunsons 2018er Rookie Card war lange eine treue Karte ohne Wahnsinn-Preis. Erst seine Clutch-Performances im Playoff-Viertelfinale haben sie zur wertvollsten Brunson-Karte gemacht. Wer noch nicht in die Knicks-Euphorie eingestiegen ist, wird das Brunson-Argument jetzt deutlich häufiger hören.