Mitchell Robinson und die Boston Celtics haben sich auf einen Dreijahresvertrag über 47,4 Millionen Dollar geeinigt. Der Center kommt als Free Agent von den New York Knicks, mit denen er gerade die erste Meisterschaft der Franchise seit 53 Jahren gewonnen hat. Robinson war der dienstälteste Spieler der Knicks und einer von nur zwei Rotationsspielern aus dem Original-Draft der Meisterschafts-Mannschaft.
In acht Saisons bei New York legte Robinson im Schnitt 7,5 Punkte und 8,0 Rebounds in knapp 24 Minuten pro Spiel auf. In der abgelaufenen Saison bestritt Robinson 60 Spiele, so viele wie nicht mehr seit der Saison 2022-23, nachdem er sich über Jahre hinweg mit Verletzungen herumschlagen musste. Bei der Championship Run war Robinson unverzichtbar, besonders als Offensiv-Rebounder. In der regulären Saison schnappte er sich pro Spiel 4,2 Offensive Rebounds, der zweite Wert in der gesamten NBA.
In den Playoffs zeigte sich Robinsons Kampfgeist: Durchschnittlich 4,8 Punkte und 5,5 Rebounds in 13,9 Minuten spielte er, obwohl er sich zwischen der Conference Finals und dem NBA Finals einen gebrochenen rechten kleinen Finger zugezogen hatte. Der Vertrag mit Boston enthält eine Player Option im dritten Jahr.
Robinsons Wechsel zu den Celtics wirft Fragen auf, wie Boston seinen Kader für die kommende Saison ausbalanciert. Mit Robinson bekommen die Celtics einen erfahrenen Center, der in Crunch-Time bewiesen hat, dass er unter Druck liefert. Für deutsche Fans, die die Knicks unterstützen, ist es das Ende einer Ära: Robinson war über acht Saisons das Gesicht der Front Court für New York. Die Celtics setzen darauf, dass der Center die gleiche Intensität in den Playoffs mit nach Boston bringt, die er beim Championship Run unter Beweis gestellt hat.