Patrick Mahomes steht zurück auf dem Platz. Der Star-QB der Kansas City Chiefs absolvierte am Donnerstag bereits seinen dritten konsekutiven Tag bei den OTA-Praktiken und durchlief dabei nahezu sein volles Trainingspensum. Die linke Knie steckt noch in der Rekonvaleszenz nach der Operation vom 15. Dezember, als Mahomes eine zerrissene ACL und LCL reparieren ließ. Trotzdem zeigte sich der 28-Jährige beweglich, absolvierte alle Dropbacks aus dem Shotgun und von Under Center, wobei er mit Compression Sleeve und schwarzer Kniebandage arbeitete.
Bei den 7-on-7-Drills bewies Mahomes präzise Pässe. Im Red Zone Drill plantierte er seine Füße und warf zwei mittlere Pässe auf Xavier Worthy, der beide Bälle zwischen zwei Defendern fing. Mahomes erlebte diese Woche keinerlei Rückschläge. Coach Andy Reid hielt ihn aus Vorsichtsgründen aus den Team-Perioden heraus, will ihn nicht in Situationen bringen, wo möglicherweise Jet Sweeps drohen könnten.
Mahomes selbst sprach nach längerer Zeit wieder öffentlich über seinen Status. Er betonte, dass die Bewegungseinschränkung ihm eher hilft als schadet. Weil er aktuell nicht scrambles und sich frei bewegen kann, setzt er sich bewusster ins Pocket und arbeitet methodischer durch seine Read-Progressionen. "Ich habe schon in diesen ersten drei Tagen Fortschritt gesehen," sagte Mahomes. "Es gab Momente, wo ich sonst gescrambled wäre und versucht hätte, etwas Verrücktes zu machen. Jetzt bleibe ich im Pocket, gehe durch die Reads und treffe den richtigen Spieler."
Reid lobte seinen QB öffentlich. "Ich mag, was ich sehe. Er arbeitet hart. Das ist gut für ihn, rauszugehen und zu werfen. Er behält das Timing mit den Receivern bei." Reid ergänzte, dass Mahomes in der Lage sei, unter Center zu laufen, aber darüber hinaus keine weiteren Bewegungsmuster brauche.
Mahomes und das Trainerstab haben alle zwei Wochen Kontrolltermine eingeplant. Damit er später in der Mandatory Minicamp oder im Training Camp auch bei den Team-Perioden mitmachen darf, muss er zeigen, dass er laufen und schneiden kann und sich selbst schützen kann. Das ist die Voraussetzung. Mahomes machte unmissverständlich deutlich, dass er Starter beim Saisonauftakt sein will. Das Monday-Night-Football-Heimspiel gegen die Denver Broncos findet am 14. September statt.
Ballports-Take: Mahomes setzt ein wichtiges Signal ab. Drei Tage nach dem Reha-Alltag wieder vollständig im Team trainieren zu können, ist für eine ACL-Rückehr beachtlich. Der wichtigste Punkt: Er behält das Timing mit seinen Receivern und bleibt mental im Gameplan integriert, was der Chiefs-Offense massiv hilft. Für DACH-Fantasy-Spieler und Mahomes-Owner bedeutet das, dass der Status-Trend sehr positiv ist. Sollte er bis Training Camp durchgehend Fortschritte machen, dürfte er wie geplant in Woche 1 spielen. Das ist realistisch und würde ihn wieder als Top-Tier-QB etablieren.