A'ja Wilson hat sich zum Auftakt der WNBA-Saison 2026 wieder in ihre angestammte Rolle eingefunden: die beste Spielerin der Liga. Die Center der Las Vegas Aces dominiert in praktisch jeder relevanten Statistik. Sie führt die Liga in Scoring an, blockt am meisten Würfe, hat die beste Player Efficiency Rating und sammelt die meisten Win Shares. Im Montagsspiel gegen Seattle zeigte Wilson, wofür sie steht: 34 Punkte, 12 Rebounds, 9 Assists und 3 Blocks. Für andere Profis wäre das eine Karriere-Nacht gewesen. Für Wilson ist es das, was sie erwartet.
Am selben Abend überschritt Wilson die Marke von 6000 Punkten in ihrer WNBA-Karriere. Sie schaffte diesen Meilenstein schneller als jede andere Spielerin in der Liga-Geschichte, nämlich bereits nach 278 Spielen. Derzeit kommt Wilson auf durchschnittlich 25,9 Punkte, 9,6 Rebounds, 3,3 Assists und 2,4 Blocks pro Spiel. Die Aces stehen mit einer 8:3-Bilanz gut in der Saison.
Wilsons Rekord an MVP-Awards ist außergewöhnlich. Vier MVP-Trophäen hat sie bereits gewonnen. In der gesamten NBA-Geschichte können nur fünf Spieler dasselbe oder mehr vorweisen: Kareem Abdul-Jabbar mit sechs, Michael Jordan und Bill Russell mit je fünf, sowie LeBron James und Wilt Chamberlain mit je vier.
Die größte Herausforderung für Wilsons fünfte MVP-Auszeichnung könnte von unerwarteter Seite kommen. Olivia Miles von den Minnesota Lynx, die zweite Wahl im diesjährigen Draft, könnte als erst zweite Spielerin in der WNBA-Geschichte als Rookie den MVP gewinnen. Miles führt die Liga in Win Shares an und spielt für das Team mit der besten Bilanz (9:2). Die Point Guard schafft es bei den Assists auf Platz 6 mit 6,4 pro Spiel und hat eine beeindruckende Player Efficiency Rating von 23,9.
Weiterhin im Gespräch für den MVP sind Kelsey Plum von den Los Angeles Sparks und Paige Bueckers von den Dallas Wings. Plum führt die Liga im Scoring an mit 25,5 Punkten pro Spiel bei durchschnittlich 34,9 Minuten Einsatzzeit. Bueckers hat sich in ihrer zweiten Saison weiter verbessert und schießt extrem effizient: 50 Prozent aus dem Feld, 41,2 Prozent von der Dreierlinie.
Bei der Rookie-of-the-Year-Auszeichnung gibt es hingegen keinen echten Wettkampf. Miles ist so deutlich die Favoritin, dass andere Kandidaten gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Sie war vom ersten Spieltag an Starter bei einem Angriff, der die Liga mit 90,3 Punkten pro Spiel führt. Auch defensiv hat Miles beeindruckt und führt die Rookies in allen wichtigen Scoring-Kategorien an.