Cooper Flagg bleibt Nummer eins, auch im 2026er Draft
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Cooper Flagg bleibt Nummer eins, auch im 2026er Draft

Cooper Flagg war eigentlich Teil des High-School-Jahrgangs 2025. Er hätte sich mit AJ Dybantsa, Cameron Boozer und Darryn Peterson messen sollen, drei Spielern, die nächste Woche in die Top drei des anstehenden Drafts gehen werden. Dann reklassifizierte sich der spätere Mavericks-Star, machte seinen High-School-Abschluss 2024 und sprang direkt in den College-Basketball. Das bedeutet: Flagg ist ungefähr gleich alt wie viele der Top-Prospects der 2026er Klasse, teilweise sogar jünger.

Eine hypothetische Frage stellt sich: Was wäre, wenn Flagg bei seinem ursprünglichen Jahrgang geblieben wäre? Wenn er 2024 auf Duke gespielt hätte und 2026 in den NBA Draft gegangen wäre? Würde er immer noch an Nummer eins stehen?

Die Antwort fällt deutlich aus. Nach einer Rookie-Saison, in der Flagg 21,0 Punkte, 6,7 Rebounds und 4,7 Assists pro Spiel auflegte, würde er in einem kombiniertem Ranking der Top-5-Prospects beider Jahrgänge immer noch ganz oben stehen. Seine College-Stats bei Duke waren beeindruckend: 19,2 Punkte pro Spiel, 7,5 Rebounds, 4,2 Assists, bei einer True-Shooting-Quote von 59,3 Prozent und einem Box-Plus-Minus von 14,9. Im Combine mass er 2,01 Meter ohne Schuhe, eine Flügelspannweite von 2,13 Metern und eine Standing Reach von 2,68 Metern.

Was Flagg damals schon auszeichnete und bis heute gilt: Sein Profil hatte kaum Lücken. Die eigentliche Frage war nie, ob er in der NBA Erfolg haben würde, sondern wie hoch er hinaus käme. Seine Intangibles setzten ihn ab von der Konkurrenz. Seine Competitiveness, die Konsistenz in Produktion und Einsatz, die Zweiseitigkeit seines Spiels von Anfang an. Flagg war stolz auf seine Defense, nicht auf seine Offense. Das ist bei jungen Stars ungewöhnlich. Seine Offensive war nicht immer ästhetisch ansprechend, die Ergebnisse waren aber da, vor allem in den Spielen, die zählten.

Auch jetzt in der NBA zeigt sich das Muster: Mit nur 29,5 Prozent aus der Dreier-Zone als Rookie bei den Mavericks hätte man nicht unbedingt erwartet, dass er direkt als 20-PPG-Scorer in die Liga kommt. Aber elite Prospects hauen ihre Erwartungen in jeder Phase kaputtmachen und sind darin konsistent. Bei Flagg war es genauso.

AJ Dybantsa von BYU steht an zweiter Stelle dieses Rankings. Der Small Forward legte in der College-Saison 25,5 Punkte, 6,8 Rebounds und 3,7 Assists pro Spiel auf, mit 60 Prozent True Shooting und einem BPM von 10,1. Dybantsa machte in diesem Jahr einen Sprung als Offensive Creator, verbesserte sich als Entscheidungsträger und Playmaker. BYU ging 23-12 aus der Saison, aber es gab Höhen und Tiefen, besonders nachdem Teammate Richie Saunders am 14. Februar sein ACL riss. Diese Herausforderung zwang Dybantsa, schwere Verantwortung zu übernehmen und seine Energie zu managen.

Für deutsche Basketball-Fans ist Flaggs Story eine wichtige Erinnerung: Jahrgänge sind flüssiger als sie aussehen, und Alter ist oft weniger relevant als Entwicklungsbahn und Intangibles. Flagg zeigte bereits im College, dass er anders ist als seine Peers, und das hat sich in der NBA bestätigt. Im Vergleich dazu zeigt Dybantsa solide Numbers, muss aber erst noch beweisen, dass er denselben Impact-Level erreicht. Wer die kommenden NBA-Jahre verfolgt, sollte auf Flaggs weitere Schussverbesserung achten und beobachten, ob Dybantsa sein Momentum ins nächste Level trägt.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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