Chelsea Gray, Caitlin Clark und die besten Playmaker der WNBA
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Chelsea Gray, Caitlin Clark und die besten Playmaker der WNBA

Es gibt Momente im Basketball, in denen eine Spielerin den Ball in der Hand hält und du weißt schon: Jetzt passiert etwas. Es ist die Art, wie sie den Court liest, die Defense versteht und ihre Mitspielerinnen kennt. Es passiert in Millisekunden, in der Vorbereitung, im Instinkt, im Selbstvertrauen und in einer großen Portion Spielfreude. Zum 30. Jubiläum der WNBA in dieser Saison würdigt ESPN die legendärsten Playmaker der Liga. Nicht einfach die Assists-Könige aller Zeiten, sondern jene Spielerinnen, bei denen Fans den Blick nicht abwenden wollten, weil die nächste magische Aktion jederzeit kommen konnte. Die Top 10 reichen von einer Spielerin der Gründungssaison 1997 bis zu einer, die damals noch gar nicht geboren war.

Platz 1: Chelsea Gray. Sie heißt "Point Gawd" und verkörpert genau das, was diesen Titel verdient. Gray ist gleichzeitig eine eiskalte Shooterin in wichtigen Momenten und eine Playerin, die ihre Mitspielerinnen auf unerwartete Wege freispielt. Sie kann durchdachte Spielzüge flüssig ausführen oder aus dem Nichts etwas erschaffen. Es gibt keinen Pass, den Gray nicht mit chirurgischer Präzision werfen kann. Die vierfache WNBA-Championin und zweifache Olympia-Goldmedaillistin wurde 2014 an Position 11 von den Connecticut Sun gedraftet. In ihrer Rookie-Saison spielte sie nicht wegen einer Knieverletzung, die ihre Senior-Saison an der Duke University beendete. Seitdem hat sie keine WNBA-Saison ausgelassen. Aktuell ist sie in ihrer 12. Saison in der Liga und ihrer sechsten mit den Las Vegas Aces, zuvor spielte sie fünf Saisons für die Los Angeles Sparks. In ihrer Karriere legt Gray durchschnittlich 5,1 Assists pro Spiel auf, 2023 waren es 7,3 im Schnitt, als die Aces ihren zweiten Titel gewannen. Mit 33 Jahren bringt sie aktuell 12,0 Punkte und 6,7 Assists pro Nacht. Aces-Coach Becky Hammon, die in ihrer 16-jährigen WNBA-Karriere 3,8 Assists im Schnitt erzielte, beschreibt Gray so: "Ein Schachmeister. Du planst einen Zug voraus, sie denkt vier oder fünf Züge weiter."

Platz 2: Ticha Penicheiro. Gray ist in der San Francisco Bay Area aufgewachsen und hatte damals eine Lieblingsspielerin: Penicheiro. Die Portugiesin war die Magierin unter den Passspielerinnen der WNBA und verbrachte 12 ihrer 15 WNBA-Saisons mit den Sacramento Monarchs, einem Franchise, das es heute nicht mehr gibt. Penicheiro führte die Liga sieben Mal in Assists an und endete mit einem Schnitt von 5,7 pro Spiel. Die Monarchs stellten den Betrieb nach der Saison 2009 ein, werden aber für ihren WNBA-Titel 2005 und ihre Stars wie Penicheiro in Erinnerung behalten. Sie war die zweite Wahl im Draft 1998 aus Old Dominion. Penicheiro wurde berühmt für No-Look-Passes, die so täuschend waren, dass Fans manchmal nicht glauben wollten, was sie gerade sahen. Ihre Mitspielerinnen lernten, sich auf alles vorzubereiten, besonders auf die Zusammenarbeit mit Yolanda Griffith. Neun Saisons lang bildeten die beiden Guard und Post eine der besten Kombinationen der Liga. Penicheiro war keine Scorerin, lag nie im zweistelligen Schnitt und endete ihre Karriere mit 6,1 PPG. Das zeigt die Qualität ihrer Spielweise: Selbst wenn Defenses ihre Passes kamen sehen, konnten sie sie nicht stoppen, weil sie ohnehin nicht auf Penicheiros Wurf vorbereitet sein mussten. Fans kamen zu den Monarchs-Spielen, um zu sehen, auf wie viele kreative Arten Penicheiro den Ball ihren Scorern in die Hände spielte.

Platz 3: Sue Bird. Mit 3.234 Assists in ihrer Karriere ist Bird die Assists-Königin aller Zeiten in der WNBA. Sie war an Position 1 im Draft 2002 als erste insgesamt gewählt worden und war das Herz und der Leader der Seattle Storm über 19 WNBA-Saisons und zwei Jahrzehnte hinweg mit Team USA. Bird legte durchschnittlich 5,6 Assists pro Spiel auf, führte die Liga dreimal in dieser Kategorie an. 2018, als die Storm ihren dritten Titel gewannen, waren es 7,1 im Schnitt. In ihrer letzten Saison mit 41 Jahren spielte sie noch 6,0 Assists pro Spiel.

Ballports-Take: Für europäische Basketball-Fans ist die WNBA-Elite ein Maßstab für Elite-Playmaking, den es auch in europäischen Ligen schwer gibt. Chelsea Gray zeigt, was Weltklasse-Ballhandling auf höchstem Niveau bedeutet: nicht Spektakel um jeden Preis, sondern Kontrolle, Timing und die Fähigkeit, im richtigen Moment den richtigen Pass zu spielen. Gray ist 33 und immer noch in Top-Form, was zeigt, dass Playmaker, die intelligent spielen, nicht automatisch an körperlichen Verfall gebunden sind. Für Fantasy-Basketball-Spieler aus dem deutschsprachigen Raum: Grays Consistency macht sie zum Safety-Pick, ihre Assists-Quote ist gesund und sie spielt für ein Contender-Team.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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