AJ Dybantsa, Cameron Boozer und die besten NBA-Draft-Momente 2026
← NewsNBA

AJ Dybantsa, Cameron Boozer und die besten NBA-Draft-Momente 2026

Die 2026 NBA Draft in der Barclays Center lieferte, was Fans erwarten: emotionale Reaktionen, potenziell karrierebestimmende Picks und vor allem eins - unvergessliche Momente abseits der Statistiken. Während die Namen aufgerufen wurden und Träume wahr wurden, entstanden auch die ganz speziellen Geschichten, die eine Draft-Nacht ausmachen. Manche spielen sich in den großen Bühnenlichtern ab, andere sind subtiler, dafür aber nicht weniger bemerkenswert.

Die kurioseste Verhandlung betraf gleich den Top-Pick. AJ Dybantsa geht zu den Washington Wizards, doch es gibt ein Problem: die Jersey-Nummer 3. Dybantsa trägt diese Nummer schon lange, aber Wizards-Star Trae Young besitzt sie bereits in Washington. Young begrüßte den Rookie auf Social Media und schrieb: "We'll talk about that # soon" - bevor Dybantsa auch nur das erste Mal aufs Spielfeld tritt, gibt es bereits einen Offseason-Subplot.

Cameron Boozer hatte ein anderes besonderes Erlebnis. Kurz nachdem die Memphis Grizzlies ihn drafteten, saß Cameron mit seiner Familie bei ESPN für ein Interview. Das war jedoch kein neues Terrain für die Familie: Camerons Vater Carlos spielte 13 Jahre in der NBA. 2010 brachte Carlos seinen Sohn zu einer Pressekonferenz nach einem Playoff-Spiel. Über 15 Jahre später tauschten sie die Rollen - Cameron antwortet jetzt auf die Fragen, während sein Vater daneben sitzt.

Dusty May und Morez Johnson Jr. schrieben eine Reunion-Geschichte. Nachdem Johnson May geholfen hatte, die nationale Meisterschaft mit Michigan zu gewinnen, treffen die beiden jetzt in Dallas wieder aufeinander - May ist der neue Coach der Mavericks.

Caleb Wilson hatte es einfacher mit dem Wechsel. Die Chicago Bulls wählten den Star der North Carolina Tar Heels an Position 4. Das erinnerte lange-Zeit Fans an Michael Jordan, den die Bulls 1984 in der ersten Runde drafteten - ebenfalls aus North Carolina. Unmittelbar nach seiner Selektion postete Wilson ein altes Foto von sich in einem Bulls-Hoodie. Die Garderobe hatte er schnell parat.

Yaxel Lendeborg, Pick 11 der Golden State Warriors, hatte eine emotionalere Erkenntnis. "Full Circle" nannte er seinen Moment, endlich mit Stephen Curry spielen zu dürfen. Der Grund ist eine alte NBA-Rechnung: "2016, I'm a big Kyrie guy. So I used to hate Steph Curry." Die beiden Stars hatten 2016 in den Finals gegeneinander gespielt. Nun sitzt Lendeborg im gleichen Team wie sein ehemaliger Gegner und kann von ihm lernen. Allerdings könnte ihn das auch zu extra Rookie-Aufgaben verdammen - Curry-Fans sind bekannt dafür, ihre Ironie zu haben.

Auch familiengeschichtlich war die Draft prägend. Sieben Spieler mit "Junior" im Namen wurden in der ersten Runde gezogen - von Mikel Brown Jr. (Pick 6, Brooklyn Nets) bis zu Chris Cenac Jr., plus ein weiterer in Runde zwei, Jaron Pierre Jr. Es war ein Jahr, in dem die nächste Generation ihren Namen zur Liga brachte, mit echtem Nachnamen.

Für deutsche Basketball-Fans bieten sich bei solchen Draft-Momenten immer wieder Anknüpfungspunkte. Die emotionalen Geschichten zeigen, dass die NBA nicht nur um Stats und Athletik geht - Kontinuität, Familie und historische Verbindungen spielen eine große Rolle. Lendeborg beispielsweise zeigt, wie schnell sich Perspektiven ändern können, wenn ein Spieler seine Idole tatsächlich als Teamkollegen erleben darf. Das sind die Narrationen, die Basketball in der NBA so fesselnd machen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
← Alle News